Das kurze Leben von Syphax

Die Arbeitnehmervertreter haben Angst die neue Airline könnte bei Tunisair Stellen vernichten. Doch Frikha betonte immer wieder, sein Projekt sei nicht gegen die staatseigene Airline gerichtet. Mit nur zwei Fliegern könne man Tunisair gar nicht konkurrenzieren, man biete nur rund fünf Prozent des gesamten Kapazität ab Tunesien an. Vielmehr wolle man französische Airlines wie Aigle Azur oder Air France konkurrenzieren, welche im nordafrikanischen Land stark sind.
Tunisair verteidigt sich
Tunisair aber wehrt sich gegen die Vorwürfe der Sabotage. Man habe Syphax alle nötige Unterstützung zukommen lassen, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Sie spricht von einer Hetzkampagne in den Medien und sozialen Netzwerken. Tunisair Handling habe mit der neuen Fluglinie aufgrund eines Businessplanes im März einen Vertrag geschlossen. Damals sei nur von Flügen ab dem Flughafen Sfax die Rede gewesen. Nun habe das Management von Syphax erkannt, dass das nicht rentabel sei und habe Flüge von Tunis nach Paris ins Programm aufgenommen - ohne mit Tunisair Handling zu sprechen. Später habe man mit dem Transportminister einen Kompromiss gefunden, der auch Flüge ab Tunis nach Paris vorsah. Syphax habe aber die darin gemachten Auflagen - namentlich die vorherige Eingabe des Flugplans - nicht eingehalten.
Täglich wollte Syphax Airlines von ihrer Basis am Flughafen Sfax-Thyna mit ihren zwei Airbus A319 nach Paris fliegen, fünf Mal wöchentlich von Tunis-Carthage nach Paris, je drei Mal wöchentlich von Sfax nach Marseille, Lyon, Nizza und Rom sowie je zwei Mal nach Casablanca und Istanbul. Ob der Entscheid wirklich definitiv ist, wird sich erst noch zeigen. Vor allem jüngere Bürger stehen hinter Syphax Airlines, die für ein neues Tunesien steht.
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