Indonesiens veraltete Flughäfen

Das Wachstum mag zwar für die Fluggesellschaften angenehm sein. Für die Passagiere aber ist es heikel. Die Iata macht dem Land Druck: Die ungenügend gemanagte Luftfahrt sei ein großes Risiko für Indonesien, so Tony Tyler. der Chef der Organisation bei einem Treffen mit Managern der Airline Garuda. Schaffe man es nicht auch von Seiten der Flughäfen und Airlines, da mitzuhalten, so drohe dieses Wachstum erstickt zu werden.
Sicherheit und Kapazität steigern
Die großen Herausforderungen für das Land sind Sicherheit und Kapazität. So müsse man in Indonesien dringend die internationalen Sicherheitsstandards für Flughäfen einhalten. Eine Maßnahme, die nötig wäre, wäre die Einführung von Ausrollzonen am Ende der Landebahnen. Aber auch eine Vergrößerung der Flughäfen des Landes ist dringend nötig. Ein Beispiel: Der Soekarno-Hatta-Flughafen in Jakarta. 2010 verbuchte er ein Passagieraufkommen von 43,7 Millionen. Ursprünglich geplant war er für 20 bis 25 Millionen Reisende. Aber selbst nach der geplanten Erweiterung bis 2012 reicht die Kapazität nicht aus. Dann wären 38 Millionen die eigentliche Obergrenze.
Die Iata drängt daher nun Indonesien, sich verstärkt um eine Ausweitung der Kapazitäten zu bemühen - offenbar mit Erfolg. Gemäß dem Reiseportal 4Hoteliers hat der staatliche Flughafenbetreiber Angkasa Pura I (API) vor, für rund 655 Millionen Dollar fünf weitere Flughäfen auszubauen. Die Flughäfen in Bali, Balikpapan, Surabaya, Yogyakarta und Banjarmasin sollen durch neue Einrichtungen wie Hotels und Shopping-Center und ähnliches weltweit geschätzte Drehkreuze werden.


