Australs Probleme mit Embraer

Die brasilianische Herstellerin Embraer offerierte Argentinien für Austral nun bereits weitere vier Maschinen für umgerechnet 500 Millionen Euro (600 Millionen Franken). Doch die Regierung wird das gute Angebot offenbar ablehnen, wie das Blatt weiter schreibt. Denn die anderen fünf Maschinen werden nicht benutzt, weil es für sie ganz einfach zuwenig Piloten gibt. Austral beschäftigt zwar rund 406 Flugkapitäne. Doch die sind vor allem auf McDonnell-Maschinen ausgebildet worden: MD-81, MD-83 uns MD-88. Sie genau sollten durch die weitaus moderneren Embraer abgelöst werden. Zur Umschulung müssten die Piloten Kurse in den USA, Europa und Brasilien absolvieren. Doch genau das wollen sie offenbar nicht tun, wie der Diario de Mendoza schreibt.
Streit um Strategie
Hinter der Weigerung steht auch eine Differenz in der Strategie. Die MD-83 sind zwar deutlich älter. Sie haben aber auch eine größere Passagier- und Frachtkapazität (150 Sitzplätze). Deshalb erachten viele Piloten die Embraer 190 mit ihren 114 Sitzplätzen als wenig geeignet für Austral. Daher wären die McDonnell-Flieger besser geeignet, um Routen nach Uruguay, Chile, Brasilien oder Peru zu übernehmen. Doch genau das will Die Austral-Spitze nicht. Sie will ihre Airline weiterhin als Inland-Fluglinie positionieren. 32 Destinationen fliegen Austral und ihre Mutter derzeit in Argentinien an.
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