Angst vor menschlichen Bomben

Stefan Eiselin
Bodyscan: Methode zur Erkennung menschlicher Bomben.
Bodyscan: Methode zur Erkennung menschlicher Bomben.
L3 Communications

Die amerikanischen Behörden warnen vor einer neuen, perfiden Terrormethode: Abgeguckt haben die Attentäter bei Drogenkurieren.

Die Transport Security Administration (TSA) warnt Fluggesellschaften in den westlichen Ländern, noch wachsamer zu sein. Angesichts der immensen Fortschritte in der Sicherheit der Luftfahrt über die letzten Jahre hätten Terrorgruppen grosse Anstrengungen unternommen, um ihren Sprengstoff besser verstecken zu können, erklärte TSA-Sprecher Nick Kimball am Mittwoch (6. Juli) gegenüber Medien. Die Kriminellen planten daher, menschliche Bomben zu verwenden. Gemäss der Zeitung Daily Mail hat die US-Regierungsbehörde die britischen Kollegen bereits konkret und schriftlich vor dieser Gefahr gewarnt. Im Schreiben sollen die Amerikaner erklärt haben, dass bereits Ärzte Extremisten ihre Dienste angeboten hätten, um per chirurgischem Eingriff Sprengstoff in Menschen oder Tiere einzupflanzen.

Die amerikanischen Sicherheitsexperten lokalisieren die Zellen solcher Attacken in Jemen. Dort sei Al Kaida besonders gefährlich. «Sie wollen das wirklich wahr werden lassen», erklärte ein Vertreter gegenüber dem Wall Street Journal. Auf die neu Möglichkeit aufmerksam geworden ist die TSA auch durch den vereitelten Anschlag eines Mannes aus Jemen, der 2009 ein Flugzeug mit Ziel Detroit besteigen wollte. Er hatte Sprengstoff in seine Unterwäsche eingenäht. Der nächste Schritt sei es nun, die Mittel zur Attacke in den Körper einzubringen. Das tun Drogenkuriere seit Jahren.

 

 


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