Letzte Aktualisierung: 10:29 Uhr

Streik in Berlin

Airlines fordern Eingreifen der Politik

Der Streik an den Berliner Flughäfen nervt die Fluggesellschaften. Sie seien nicht Partei im Tarifstreit und dennoch massiv betroffen, beklagen sie sich.

Flughafen Berlin-Brandenburg

Flughafen Tegel: Das Bodenpersonal streikt.

Same procedure as every day: Auch am Dienstag (14. März) legt das Bodenpersonal der Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld seine Arbeit ab 4 Uhr morgens nieder. Damit wird es erneut zu großen Behinderungen im Flugverkehr kommen. An den beiden ersten Streiktagen am Freitag und Montag waren mehr als 1300 Flüge ausgefallen.

Das kommt bei den Fluggesellschaften schlecht an. Sie seien gar nicht Partei in den Tarifverhandlungen, beklagen sie sich via den Branchenverband Barig Board of Airline Representatives in Germany, aber trotzdem massiv betroffen. Als Folge des Streiks kämen Tausende von Passagieren und Waren nicht rechtzeitig an ihr Ziel. Das sei teuer. Zudem könnten Fluggesellschaften  ihre Flugzeuge mitunter nicht wie geplant einsetzen, weil diese in Berlin gestrandet seien und daher im Netzwerk fehlen. «Die Folge sind weitere Flugabsagen.»

Attraktivität des Standortes sichern

Das Barig Board of Airline Representatives fordert deshalb von der deutschen Regierung «verbindliche Regelungen wie Mediations- oder Schlichtungsverfahren». «Wir sehen hier den Gesetzgeber in der Pflicht, dass er endlich die dringend benötigten Rahmenbedingungen schafft, damit Streiks im deutschen Luftverkehr wirklich nur die Ultima Ratio sind», so Generalsekretär Michael Hoppe. Nur so könne man sicherstellen, dass die Attraktivität des Luftverkehrsstandortes Deutschland bewahrt bleibt.

Auch Ryanair fordert ein Eingreifen der Politik. «Es ist nicht akzeptabel, dass eine Handvoll von Gewerkschaften des Bodenpersonals die Flughäfen von Deutschlands Hauptstadt für einen weiteren Tag schließen können, dadurch mehrere hundert Flugstreichungen verursachen und die Reisepläne hunderttausender Reisender beeinträchtigen», so Marketingchef Kenny Jacobs. Man rufe die deutsche Regierung auf, einzugreifen.



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