Letzte Aktualisierung: um 23:13 Uhr
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Vom Traumstrand ins All

Schon bald könnten Karibiktouristen Ausflüge in den Weltraum unternehmen - direkt vom Strand aus.

XCOR

Mit einer solchen Rakete könnten schon bald die erste Flüge stattfinden.

Weiße Strände, Luxusresorts, Kreuzfahrten – und bald auch Reisen ins Weltall? Schon 2014 könnten von der Karibikinsel Curacao aus die ersten Touristen mit Raketen einen Ausflug ins All unternehmen – wenn alles so läuft wie geplant. Die kalifornische Firma XCOR Aerospace and Space Expedition plant mit einem mehr als zehn Millionen Dollar teuren Projekt, auf Curacao eine Basis für Weltraumtourismus zu errichten. Lynx heißt die Rakete, die die Reisenden in neue Höhen befördern soll. Schon in einem Jahr will man mit den Testflügen beginnen. Der Lynx-Prototyp, mit dem die Tests durchgeführt werden, soll in eine Höhe von etwa 62 Kilometern fliegen. Die Nachfolgemodelle sollen aber schon um die 100 Kilometer schaffen.

Ein Pilot und ein Passagier haben in dem Flieger Platz. Rundherum sind Fenster, so dass man einen Panoramablick aufs All und die Erde hat. Vier Minuten lang sollen die Passagiere dann das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben können. Neben der Nutzung für den Weltraumtourismus will man die Lynx auch für Experimente im All nutzen. Die Rakete und die Basis für die Flüge soll die XCOR-Tochtergesellschaft Pace Expedition Curaçao (SXC) stellen. Wartung und Piloten würde XCOR bereitstellen.

Unter 100’000 Dollar

Mitte September hat man den Vertrag über das Leasing der Raketen unterschrieben. Damit sei, so XCOR-Chef Jeff Greason in einer Mitteilung des Unternehmens, der Weg geebnet, um planmäßig schon bald die Reisen ins All anzubieten. Kostenpunkt für einen Ausflug in die Sterne: etwa 95’000 Dollar. Gemäß einer Mitteilung von XCOR haben sich schon 35 Interessenten für Flüge angemeldet. Auch Airlines wie etwa KLM überlegen sich, die Plätze in den Raketen als Preise für ihre Meilensammler zu buchen. Inzwischen gibt es bereits diverse Anbieter, die Allreisen versprechen (aeroTELEGRAPH berichtete).



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