Flugzeug von British Airways: Sechs Strecken auf dem Prüfstand.

Wegen BrexitWettbewerbshüter prüfen IAG, Finnair und American

Die britische Wettbewerbsbehörde nimmt ein transatlantisches Joint Venture unter die Lupe. Grund ist der bevorstehende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU.

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Seit 2010 arbeiten American Airlines, British Airways und Iberia in einem Joint Venture auf Transatlantikstrecken zusammen. Inzwischen ist auch Finnair mit dabei. Und obwohl die Wettbewerbsbehörden für das alles ihr Okay gegeben hatten, wird die Kooperation noch einmal untersucht - von der britischen Competition & Markets Authority (CMA). Der Grund: Der Brexit.

Es geht bei der Untersuchung - genau wie bei den vorangegangenen - um sechs Strecken: London-Dallas, London-Boston, London-Miami, London-Chicago, London-New York und Madrid-Miami. Geklärt wurde, ob es zu unfairem Wettbewerb kommt. Und weil fünf der sechs Strecken im Vereinigten Königreich starten, so die CMA, schaue man sich das Ganze nun noch einmal an - in Vorbereitung auf die Zeit, wenn die Europäische Kommission nicht mehr zuständig sein wird.

Einnahmen teilen, Flugpläne koordinieren

Die CMA betont aber auch, dass das nicht bedeutet, dass die Kooperation gegen Wettbewerbsrecht verstoße. Die International Consolidated Airlines Group (IAG), zu der sowohl British Airways als auch Iberia gehören, hat in einer Stellungnahme erklärt, man nehme die Untersuchung zur Kenntnis und werde antworten, wenn das Ergebnis vorliege. Man habe durch die Kooperation Millionen Reisenden Vorteile verschafft, heißt es weiter.

Die Fluggesellschaften teilen sich auf den im Joint Venture festgelegten Strecken die Einnahmen und koordinieren auch ihre Flugpläne miteinander. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, den anderen Airlines Slots in London zur Verfügung zu stellen.

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