DFS Zentrale in Langen: Von hier aus könnte man auch Lufträume in anderen Ländern kontrollieren.

FlugsicherungWenn der Lotse in einem anderen Land sitzt

Politisch ist der Single European Sky noch weit von der Realisation entfernt. Die technischen Möglichkeiten bestehen aber.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Auch wenn aktuell nicht viele Flugzeuge abheben – irgendwann geht der Flugverkehr wieder los. Und damit werden auch alte Probleme wieder neu aufkommen. In Europa waren das in der Vergangenheit unter anderem die Streiks der Fluglotsen in verschiedenen Ländern. Die beschränkte Anzahl an Überflügen oder das Umfliegen von Ländern wie Frankreich oder Spanien führten zu zahlreichen Verspätungen.

Das verursacht nicht nur Ärger für die Urlauber, sondern auch höhere Spritkosten für Airlines. Airlines – zuletzt etwa Ryanair – schlugen immer wieder vor, den bestreikten Luftraum einfach aus anderen Ländern aus zu steuern. Doch der Single European Sky - ein einheitlicher europäischer Luftraum – ist noch lange nicht umgesetzt. An den technischen Möglichkeiten dürfte es nun aber nicht scheitern, zeigt ein Projekt der Deutschen Flugsicherung.

Luftraumkontrolle unabhängig vom Standort

Das Projekt mit dem nicht gerade klingenden Namen «Sesar 2020 Projekt PJ.10-W2 Prosa» wurde von der DFS, der britischen NATS und der der polnischen PANSA ins Leben gerufen. Das Besondere daran ist, dass es sich nicht nur auf den deutschen Luftraum bezieht, sondern den Fluglotsen in ganz Europa weiterhelfen soll.

Das Ziel: Verschiedene Lufträume sollen unabhängig vom Standort des Centers, wo der Fluglotse sitzt, zu betreiben sein. Bei Tests simulierte man etwa den Ausfall eines solchen Centers. Wenn der Standort Langen ausfällt und seine Lufträume nicht mehr kontrollieren kann, so kann nun ein anderer Center aus Deutschland – oder eben auch einem anderen Land – eingreifen und von dort aus den Verkehr leiten.

Auch Ressourcen kann man sparen

Eine weitere Simulation enthielt das Szenario, dass ein Kontrollgebiet mit wenig Frequentierung, etwa bei Nacht, an einen anderen Center übergeben wird. Somit kann dieser dann zwei wenig beflogene Lufträume verwalten und die Flugsicherung spart Ressourcen.

Ob und wann genau das Projekt in die Praxis umgesetzt wird, ist aktuell nicht bekannt. Interessant wäre die Frage, ob Fluglotsen auch aus dem Homeoffice arbeiten könnten. In der Theorie sollte es umzusetzen sein, doch in der Praxis müssten alle nötigen Geräte und Instrumente angeschafft werden, was zu kostspielig und ineffizient wäre.

Mehr zum Thema

DFS Flugsicherung und Gewerkschaft Flugsicherung einigen sich

DFS Flugsicherung und Gewerkschaft Flugsicherung einigen sich

DFS prüft Remote Towers für Braunschweig und Emden

DFS prüft Remote Towers für Braunschweig und Emden

Luftraum über Frankreich: Es gab einen Computerfehler.

Chaos über dem französischen Luftraum

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies