Boeing B717 von Volotea: Einsatz ab Venedig.

Startschwierigkeiten für Volotea

Mit Kampfpreisen will der neue europäische Billigflieger den Markt erobern. Doch bei der Rekrutierung gibt es Probleme.

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400'000 Flüge für gerade mal 19 Euro warf die neue Billigfluggesellschaft Anfang März auf den Markt - alles inklusive. Ab dem 5. April wird Volotea dann ab dem Flughafen Venedig Marco Polo vorerst 17 Ziele in ganz Europa anfliegen: Alicante, Ancona, Bilbao, Brindisi, Budapest, Bordeaux, Cagliari, Genua, Krakau, Malaga, Olbia, Palermo, Porto, Reggio di Calabria, Saloniki, Santiago di Compostela und Triest. Strategie des Unternehmens mit rechtlichem Sitz in Barcelona und Basis in Italien ist es explizit, keine großen Drehkreuze anzufliegen. Die Gründer Carlos Muñoz und Lazaro Ros wollen kleinere europäische Städte ohne Umsteigen erreichbar machen, die bislang kaum bedient werden und für herkömmliche Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet zu klein sind.

Derzeit befindet sich die Fluggesellschaft immer noch im Aufbau. Und dabei gibt es offenbar Schwierigkeiten. Seit einigen Wochen sucht Volotea Flugbegleiterinnen. Doch das Echo ist überaus bescheiden, wie das italienische Wirtschaftsportal Manager Online berichtet. Rund 100 Stewardessen will die Airline anstellen, die in der Region Veneto wohnen sollen. Doch die meisten Bewerberinnen lehnten das Jobangebot ab, wenn die Rede auf die Konditionen kommt, wie es im Bericht heißt. Knapp über 1000 Euro für sechs Flüge pro Tag und lediglich 25 Minuten Pause zwischen den Einsätzen - das ist den jungen Italienerinnen zu wenig. Da hilft es wenig, dass sie 5 Prozent des Umsatzes behalten dürfen, welche sie mit dem Verkauf von Speisen und Getränken an Bord machen.

Drei Boeing B717

Derzeit besitzt Volotea gerade mal eine 125-plätzige Boeing B717-200 als Fluggerät. Sie wird vom amerikanischen Hersteller geleast und gehörte zuvor der mexikanischen Fluggesellschaft Mexicana Click, die im August 2010 den Flugbetrieb einstellte. Doch über die kommenden Monate sollen zwei weitere Flieger desselben Typs hinzukommen, die seit 2006 nicht mehr hergestellt werden, wie das Capa Centre for Aviation schreibt.

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