Vereinigung Cockpit bittet um anonyme Hinweise zu Wet-Lease-Anbietern

Im September kritisierte die Vereinigung Cockpit, man beobachte in Deutschland und Europa eine «zunehmende Ausweitung von Wet-Leasing als dauerhaftes Mittel zur Kostensenkung». Das führe zu Sozialdumping, also zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen in Länder, in denen nicht die gleichen arbeits- und sozialrechtlichen Standards gelten wie hierzulande.

«Neuerdings operieren immer mehr auf dieses Geschäftsmodell spezialisierte Unternehmen mit teils undurchsichtigen Beschäftigungspraktiken auf dem Markt», so die Gewerkschaft damals. Diese würden Pilotinnen und Piloten in die Scheinselbstständigkeit drängen oder über Agenturen zweifelhafte Arbeitnehmerüberlassung praktizieren. Das werde auf Seite der Leasingnehmer «sogar von etablierten Unternehmen billigend in Kauf genommen».

Um weitere Informationen zum Thema zu sammeln, hat die Vereinigung Cockpit nun einen «anonymen Briefkasten» auf ihrer Webseite eingerichtet. «Mit diesem Formular können Sie anonym Kontakt zu uns aufnehmen, um uns auf Missstände und Probleme in der deutschen und europäischen Airline-Landschaft oder in der Luftfahrt allgemein hinzuweisen», so die Gewerkschaft. Auch wenn der Aufruf allgemein formuliert ist, erhofft sich die Vereinigung Cockpit derzeit besonders Hinweise zu den Beschäftigungspraktiken von Wet-Lease-Anbietern.

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