Flughafen Chicago O'Hare: United Airlines erneuert die Regionalflotte.

Boeing statt BombardierUnited wählt erneut nicht die C-Series

Auch der zweite Auftrag zur Flottenerneuerung geht an Boeing. United Airlines kauft nochmals 25 737-700. Bombardier hatte sich gute Chancen auf einen Verkauf von C-Series ausgerechnet.

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Es war ein Strohhalm, an den man sich bei Bombardier fest klammerte. Man werde nochmals rund 30 weitere Kurz- und Mittelstreckenflieger mit rund 100 Plätzen kaufen, erklärte United Airlines Ende Januar. Dabei sei die C-Series weiterhin eine Option. Zuvor hatte die amerikanische Fluggesellschaft zur Flottenerneuerung 40 Boeing 737-700 geordert. Die Kanadier hatten sich da große Hoffnungen auf eine Zusage gemacht.

Jetzt scheint United Bombardier zum zweiten Mal die kalte Schulter zu zeigen. Wie die Zeitung Wall Street Journal berichtet, ordert die Fluglinie nochmals 25 Boeing 737-700 und keine C-Series. Für sie hat das einen großen Vorteil. Die Flugzeuge sind als schon etwas älteres Modell günstig zu haben. Zudem kennt United das Flugzeug bereits bestens, da sie es auf regionalen Routen einsetzt. Sie stellt 118 Sitze in ihre 737-700, 66 in der Economy, 44 in der Premium Economy und 12 in der Business.

Enttäuschung für Bombardier

Auch Boeing kann darüber sehr glücklich sein. Einerseits beschaffte sich der amerikanische Flugzeugbauer reichlich Arbeit. Andererseits konnte er sich Bombardier und Embraer vom Leib halten. Beide hatten heftig um den Auftrag von United gebuhlt. Die Brasilianer konnten in den USA schon gut Fuß fassen, Bombardier mit der C-Series bislang noch gar nicht.

Für Bombardier ist die Niederlage denn auch besonders enttäuschend. Beflügelt von der Bestellung durch Air Canada erhofften sich die Kanadier weitere Orders. Doch die Signalwirkung blieb zumindest bei United aus. Nun steht noch der Entscheid von Delta Air Lines aus. Die Fluggesellschaft zeigt Gefallen an der C-Series, drückt jedoch stark auf den Preis.

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