Boeing 737-800 von Turkish Airlines: Gebete im Cockpit sollen künftig möglich sein.

Aussage des ChefsTurkish Airlines will Gebet im Cockpit erlauben

Der Präsident der türkischen Nationalairline hat angekündigt, Gebete im Cockpit zulassen zu wollen. Die Idee von Turkish Airlines sorgt für Kritik - wird allerdings praktisch kaum Probleme bereiten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Fünf Mal am Tag sollten gläubige Muslime beten - bei Sonnenaufgang, mittags, am späten Nachmittag, nach Sonnenuntergang und nachts. Und dabei müssen sie sich eigentlich Richtung Mekka ausrichten. Teilweise stehend, teilweise kniend, teilweise am Boden. In Flugzeugen ist das nicht ganz einfach.

Deshalb sorgt nun eine Antwort von Ahmet Bolat für Diskussionen in der Türkei. Er antwortete beim Karrierenetzwerk Linkedin einem Nutzer, der forderte, bei fliegenden Angestellten Bärte und Kopftuch zuzulassen. Der Präsident von Turkish Airlines erklärte, das sei zweitrangig. «Zuerst kommt die Regel über diejenigen, die den Gebetsdienst im Cockpit und in der Kabine verrichten wollen.»

Vertrauter von Erdogan

Bolat war früher Professor und arbeitet seit 2005 für Turkish Airlines. Er gilt als Vertrauter von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der die Religion in der Türkei wieder stärker etablieren will. Und die nationale Fluggesellschaft gehört zu 49 Prozent dem Staat. Die Aussage wird denn auch vielerorts in diesem Kontext gesehen.

In den Sozialen Medien wird aber auch Kritik laut, Turkish Airlines gefährde mit der Gebetserlaubnis vor allem im Cockpit die Sicherheit. Das Gebet lenke ab, weil die Pilotinnen und Piloten sich auf das Gebet konzentrierten. Allerdings können gläubige Pilotinnen und Piloten aller Religionen Aufgaben und Religion gut miteinander vereinbaren - auch in muslimischen Ländern.

Religion und Sicherheit vereinbar

Unter anderem ist es gemäß den meisten Islam-Gelehrten erlaubt, seine Gebete auch sitzend zu verrichten, falls es nicht anders geht. Oder man darf sie verschieben, bis man gelandet ist. Und im Koran steht in Sure 4:101: «Und wenn ihr auf der Erde umherreist, so ist es keine Sünde für euch, das Gebet abzukürzen.»

Und nicht zuletzt weist ein muslimischer Pilot in einem Beitrag zum Thea Gebet im Cockpit auf eine weitere Sure hin (5:32). Da steht: «Wer [ein menschliches Wesen] am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält.» Es sei daher auch aus Sicht der Religion oberste Pflicht, für Sicherheit zu sorgen.

Mehr zum Thema

Auf Rang zwei ist IGA Istanbul mit 278.000 Bewegungen.

Turkish Airlines und Thai Airways verbünden sich

Blick aus einem Jet von Turkish Airlines: Bald große Bestellung.

Turkish Airlines will bis zu 30 Boeing 777X oder Airbus A350 für Ultralangstrecken

Dreamliner von Turkish Airlines: Die Flotte soll sich verdoppeln.

Turkish Airlines will von 400 auf 800 Flugzeuge wachsen - in zehn Jahren

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines steht vor Finalisierung des Großauftrags für 150 Boeing 737 Max

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies