Boeing 737-800 von Turkish Airlines: Gebete im Cockpit sollen künftig möglich sein.

Aussage des ChefsTurkish Airlines will Gebet im Cockpit erlauben

Der Präsident der türkischen Nationalairline hat angekündigt, Gebete im Cockpit zulassen zu wollen. Die Idee von Turkish Airlines sorgt für Kritik - wird allerdings praktisch kaum Probleme bereiten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Fünf Mal am Tag sollten gläubige Muslime beten - bei Sonnenaufgang, mittags, am späten Nachmittag, nach Sonnenuntergang und nachts. Und dabei müssen sie sich eigentlich Richtung Mekka ausrichten. Teilweise stehend, teilweise kniend, teilweise am Boden. In Flugzeugen ist das nicht ganz einfach.

Deshalb sorgt nun eine Antwort von Ahmet Bolat für Diskussionen in der Türkei. Er antwortete beim Karrierenetzwerk Linkedin einem Nutzer, der forderte, bei fliegenden Angestellten Bärte und Kopftuch zuzulassen. Der Präsident von Turkish Airlines erklärte, das sei zweitrangig. «Zuerst kommt die Regel über diejenigen, die den Gebetsdienst im Cockpit und in der Kabine verrichten wollen.»

Vertrauter von Erdogan

Bolat war früher Professor und arbeitet seit 2005 für Turkish Airlines. Er gilt als Vertrauter von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der die Religion in der Türkei wieder stärker etablieren will. Und die nationale Fluggesellschaft gehört zu 49 Prozent dem Staat. Die Aussage wird denn auch vielerorts in diesem Kontext gesehen.

In den Sozialen Medien wird aber auch Kritik laut, Turkish Airlines gefährde mit der Gebetserlaubnis vor allem im Cockpit die Sicherheit. Das Gebet lenke ab, weil die Pilotinnen und Piloten sich auf das Gebet konzentrierten. Allerdings können gläubige Pilotinnen und Piloten aller Religionen Aufgaben und Religion gut miteinander vereinbaren - auch in muslimischen Ländern.

Religion und Sicherheit vereinbar

Unter anderem ist es gemäß den meisten Islam-Gelehrten erlaubt, seine Gebete auch sitzend zu verrichten, falls es nicht anders geht. Oder man darf sie verschieben, bis man gelandet ist. Und im Koran steht in Sure 4:101: «Und wenn ihr auf der Erde umherreist, so ist es keine Sünde für euch, das Gebet abzukürzen.»

Und nicht zuletzt weist ein muslimischer Pilot in einem Beitrag zum Thea Gebet im Cockpit auf eine weitere Sure hin (5:32). Da steht: «Wer [ein menschliches Wesen] am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält.» Es sei daher auch aus Sicht der Religion oberste Pflicht, für Sicherheit zu sorgen.

Mehr zum Thema

Auf Rang zwei ist IGA Istanbul mit 278.000 Bewegungen.

Turkish Airlines und Thai Airways verbünden sich

Blick aus einem Jet von Turkish Airlines: Bald große Bestellung.

Turkish Airlines will bis zu 30 Boeing 777X oder Airbus A350 für Ultralangstrecken

Dreamliner von Turkish Airlines: Die Flotte soll sich verdoppeln.

Turkish Airlines will von 400 auf 800 Flugzeuge wachsen - in zehn Jahren

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines prüft Gründung von Leasingtochter in Irland

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin