Argentinien hat im Rechtsstreit um die Verstaatlichung von Aerolíneas Argentinas vor einem US-Berufungsgericht eine Niederlage erlitten. Das Berufungsgericht in Washington bestätigte eine frühere Entscheidung zugunsten des Titan Consortiums, das Ansprüche aus der Enteignung der Fluggesellschaft im Jahr 2008 übernommen hat.
Die Forderung geht auf ein Schiedsverfahren vor dem International Centre for Settlement of Investment Disputes (ICSID) zurück. Das Schiedsgericht hatte Argentinien 2017 zu einer Zahlung von rund 320 Millionen US-Dollar verurteilt. Einschließlich Zinsen und Verfahrenskosten könnte sich der Betrag inzwischen auf mehr als 390 Millionen Dollar belaufen. Sollte Argentinien keine Zahlungsbereitschaft zeigen, könnten die Kläger laut Medienberichten versuchen, auf argentinische Staatsvermögen in den USA zuzugreifen.