Südeuropa zählt im Sommer 2026 zu den größten Gewinnern im internationalen Reiseverkehr. Das geht aus einer Analyse des Datenunternehmens The Data Appeal Company hervor. Demnach entfallen zwischen Juni und August 11,71 Prozent der weltweiten Reisesuchen auf Destinationen in Südeuropa – ein Plus von 2,47 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
Besonders gefragt sind Griechenland, Spanien und Italien. Unter den einzelnen Städten verzeichnet Athen den stärksten Zuwachs, gefolgt von Barcelona, Madrid, Rom und Mailand. Die anhaltende Beliebtheit klassischer Badeziele sowie eine gute Luftverkehrsanbindung gelten als wichtige Treiber der Entwicklung.
Auch Nordamerika kann zulegen und erreicht einen Anteil von 8,36 Prozent an der globalen Reisenachfrage. Impulse kommen unter anderem von Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA und Kanada. Städte wie New York, Los Angeles, Miami, Vancouver und Calgary profitieren von diesem Trend.
Asien bleibt trotz Rückgängen die weltweit wichtigste Reiseregion. Ostasien vereint weiterhin 14,41 Prozent der globalen Nachfrage auf sich, verliert jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Noch stärker fällt der Rückgang in Westasien aus, wo geopolitische Spannungen die Nachfrage belasten. Südostasien hingegen legt leicht zu. Besonders Bali, Manila und Jakarta gewinnen an Attraktivität.
Auch Lateinamerika und die Karibik verzeichnen steigendes Interesse. Die Region erreicht einen Anteil von 3,38 Prozent an der weltweiten Reisenachfrage. In Afrika bleibt die Entwicklung stabil mit leichtem Wachstum.
Zudem setzt sich der Trend zu sogenannten Coolcations fort. Kühlere Reiseziele in Nordeuropa gewinnen an Bedeutung. London, Edinburgh, Dublin, Kopenhagen und Island verzeichnen steigende Nachfrage von Reisenden, die hohe Sommertemperaturen in klassischen Ferienregionen meiden möchten.