Die geplante Ausweitung der vierten Schutzzone rund um den Flughafen Moskau-Sheremetyevo sorgt für einen Konflikt zwischen Luftfahrtbehörden, der Stadt Moskau und Immobilienentwicklern. Die Zone dient dem Schutz von Navigations- und Funkanlagen vor Störungen durch hohe Gebäude. Nach einem neuen Entwurf soll ihre Fläche von rund 3.100 auf etwa 106.000 Hektar wachsen, wodurch zahlreiche bestehende und geplante Bauvorhaben von strengeren Höhenbeschränkungen betroffen wären, so der Kanal Aviatorshina.
Die Moskauer Stadtverwaltung verweigert bislang ihre Zustimmung. Sie warnt, dass bereits genehmigte Wohn- und Gewerbeprojekte nachträglich eingeschränkt werden könnten, was milliardenschwere Entschädigungsforderungen und neue Fälle sogenannter betrogener Wohnungskäufer nach sich ziehen würde.