Ryanair hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Überschuss sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro. Gleichzeitig beförderte Europas größte Billigairline mit 61,3 Millionen Fluggästen sechs Prozent mehr Passagiere als ein Jahr zuvor.
Als Hauptgründe nennt Ryanair niedrigere Ticketpreise und deutlich höhere Treibstoffkosten. Die Durchschnittspreise sanken um sechs Prozent, während sich der Preis für den nicht abgesicherten Teil des Kerosins im ersten Quartal nach Angaben der Airline mehr als verdoppelte. Konzernchef Michael O'Leary erklärte zudem, der Nahostkonflikt, Sorgen über mögliche Kerosinengpässe in Europa sowie wirtschaftliche Unsicherheiten hätten die Nachfrage belastet und zu kurzfristigeren Buchungen geführt.
An seinen Wachstumsplänen hält Ryanair dennoch fest. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Airline weiterhin mit einem Passagierwachstum von vier Prozent auf 216 Millionen Fluggäste. Gleichzeitig verlagert sie Kapazitäten verstärkt in Länder mit niedrigeren Steuern und Gebühren wie Albanien, Italien, Marokko, die Slowakei und Schweden. In Märkten mit höheren Abgaben, darunter Deutschland, Österreich, Irland und Regionalflughäfen in Spanien, baut Ryanair ihr Angebot dagegen weiter ab.