Das niederländische Repräsentantenhaus hat einer kräftigen Erhöhung der Flugsteuer für Privatflugzeuge zugestimmt. Ab 2030 zahlen Passagiere von Business- und Privatjets je nach Streckenlänge zwischen 1015 und 2100 Euro pro Flug – eine Maßnahme, die laut den Initiatorinnen von GroenLinks-PvdA und der Partij voor de Dieren vor allem dem Klimaschutz dienen soll.
Die neue Staffelung gilt für Maschinen mit bis zu 19 Sitzen. Für Flüge zwischen 2000 und 5500 Kilometern werden künftig 1015 Euro, für Langstrecken über 5500 Kilometer 2100 Euro fällig. Medizinische Einsätze und andere zwingend notwendige Flüge bleiben ausgenommen. Der Staat rechnet mit zusätzlichen 58 Millionen Euro Einnahmen.
Die Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Reform der niederländischen Flugsteuer, die derzeit bei 29,40 Euro liegt und ab 2027 schrittweise steigen soll. Gleichzeitig wächst in der Politik die Sorge, dass höhere Abgaben Reisende ins Ausland ausweichen lassen könnten. Während Parteien wie GroenLinks-PvdA und D66 grundsätzlich am «Verursacherprinzip» festhalten, fordern sie zunehmend europäische Regeln – und eine stärkere Belastung von Vielfliegenden, Business-Class-Gästen und Privatjet-Nutzern.