Ein Produktionsausfall nach einem Chemieunfall beim Zulieferer GKN Aerospace hat die Versorgung mit Cockpit- und Kabinenfenstern für Verkehrsflugzeuge verschärft. Nach einem Zwischenfall in einem Werk bei Los Angeles Ende Mai war die Produktion zeitweise gestoppt worden. Betroffen sind unter anderem Fenster für die Boeing 737 Max sowie die Airbus-Modelle A220 und A350. Boeing hat Fluggesellschaften deshalb empfohlen, Fenster nur noch auszutauschen, wenn dies technisch erforderlich ist. Zwar beeinträchtigt der Engpass derzeit weder die Flugzeugproduktion noch den Flugbetrieb, doch steigen Lieferzeiten und Beschaffungskosten deutlich. Auch Wartungsbetriebe sowie Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen sind von der angespannten Versorgungslage betroffen.