Neue Informationen zum Entzug des Betreiberzeugnisses der russischen Fluggesellschaft Izhavia: Nach Angaben aus dem Umfeld der Untersuchung stellten Inspektoren der Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya bei einer Nachprüfung im Juli fest, dass aus dem Quick Reference Handbook (QRH) der Cockpitbesatzungen Seiten mit Notfallverfahren für Triebwerksbrände und Triebwerksausfälle herausgerissen worden waren. Das berichtet das russische Luftfahrtportal Aviatorshina. Die Feststellung zählte demnach zu mehreren neuen Beanstandungen neben bereits bekannten Mängeln im Sicherheitsmanagement.
Auslöser der verschärften Kontrollen war ein Triebwerkszwischenfall am 1. April 2026 in St. Petersburg-Pulkovo. Nach der Landung einer Boeing 737-800 stieg die Kraftstoffzufuhr eines Triebwerks während des Rollens infolge eines Defekts plötzlich auf nahezu Startleistung an. Die Besatzung schaltete das Triebwerk ab, anschließend wurden Hitzeschäden an der linken Tragfläche festgestellt. Rosaviatsiya wirft Izhavia zudem Verstöße bei der Auswertung von Flugdaten und der Untersuchung des Vorfalls vor. Die Fluglinie weist die Vorwürfe zurück.