Die italienische Datenschutzbehörde hat die Golfairline mit einer Geldstrafe von 180.000 Euro belegt. Anlass war eine Beschwerde einer Passagierin über den Umgang mit Gesundheitsdaten von Reisenden mit eingeschränkter Mobilität oder Behinderung, so das Portal Garante Privacy. Im Mittelpunkt stand das sogenannte Medif-Formular, mit dem Emirates Gesundheitsinformationen sowie Angaben zu behandelnden Ärzten und Begleitpersonen erhebt. Die Behörde stellte klar, dass Fluggesellschaften solche sensiblen Daten ohne ausdrückliche Zustimmung verarbeiten dürfen, wenn dies für die Flugsicherheit oder die notwendige Betreuung während der Reise erforderlich ist.
Beanstandet wurden jedoch die unzureichenden Datenschutzinformationen sowie die zu lange Speicherung der Daten. Nach Angaben der Behörde informierte Emirates die Betroffenen weder auf ihrer Website noch durch ihr Personal ausreichend über die Datenverarbeitung. Zudem wurden die über das Medif-Formular erhobenen Gesundheitsdaten sieben Jahre lang gespeichert – deutlich länger als für die Organisation und Durchführung der Reise notwendig.