Der Rat der International Civil Aviation Organization Icao hat neue Standards für Flugunfalluntersuchungen beschlossen. Ziel ist es, Interessenkonflikte zu vermeiden und die Unabhängigkeit sowie Transparenz der Untersuchungen weltweit zu stärken.
Kern der Änderungen im Anhang 13 des Abkommens über die internationale Zivilluftfahrt ist, dass Staaten bei möglichen Interessenkonflikten Untersuchungen an andere Länder oder Organisationen übertragen können. Zudem sollen externe Beobachter einbezogen und Informationen schneller veröffentlicht werden.
Neu ist auch die klare Vorgabe, dass Ermittler uneingeschränkten Zugang zu Beweismitteln erhalten müssen. Die Regelung tritt am 23. November 2028 in Kraft und soll sicherstellen, dass Sicherheitsberichte künftig vollständig und ohne politische Einflussnahme erstellt werden.