Der Bodensee-Airport wird ab Donnerstag (15. Januar) an das europäische Entry/Exit-System EES angebunden. Das schengenweite System erfasst Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen zentral und digital. Bei vollständiger Inbetriebnahme soll es ab April 2026 die bisherige Stempel-Praxis in Reisepässen ersetzen.
Im EES, das der Flughafen Friedrichshafen nun einführt, werden Passdaten sowie biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild gespeichert. Zudem werden Datum und Ort der Ein- und Ausreise erfasst. Damit soll unter anderem das Überschreiten der erlaubten Aufenthaltsdauer besser erkannt werden; zugleich soll die Identifikation erleichtert und Identitätsbetrug erschwert werden.
Betroffen sind Drittstaatsangehörige, die für Kurzaufenthalte visumsfrei oder mit einem Kurzaufenthaltsvisum in den Schengenraum einreisen. Für Reisende aus der Europäischen Union sowie aus Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz ändert sich an der Kontrolle nichts.