Der Größte deutsche Airportwill sein Betriebskonzept ab etwa 2030 anpassen, um steigenden Verkehr bewältigen zu können. Vorgesehen ist, bestehende Nordwest-Abflugrouten häufiger zu nutzen, wenn das Verkehrsaufkommen es erfordert. Neue Flugrouten soll es nicht geben. Mehr als 90 Prozent aller Flugbewegungen am Flughafen Frankfurt bleiben laut Betreiber Fraport und Deutscher Flugsicherung DFS unverändert.
Hintergrund sind geänderte betriebliche Rahmenbedingungen am Flughafen Frankfurt seit dem Planfeststellungsverfahren für den Flughafenausbau. Die sogenannte Südumfliegung kann nach einem Zwischenfall im Jahr 2011 nicht mehr wie ursprünglich vorgesehen genutzt werden. Gleichzeitig ermöglichen modernere Navigationsverfahren mehr Kapazität auf den Nordwest-Routen.
Begleitend kündigten Fraport, DFS und das Land Hessen ein neues Lärmschutzpaket am Flughafen Frankfurt an. Geplant sind unter anderem Lärmpausen am frühen Morgen, zusätzlicher passiver Schallschutz sowie ein öffentliches Monitoring der Flugrouten-Nutzung.