Die Mitteldeutsche Flughafen AG plant weitreichende Veränderungen an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle. Ziel ist es, beide Standorte wirtschaftlicher und widerstandsfähiger aufzustellen. Besonders weit reichen die Überlegungen in Dresden: Dort wird geprüft, das bestehende Terminal langfristig durch einen deutlich kleineren Neubau zu ersetzen, berichtet die Sächsische Zeitung.
Das heutige Terminal wurde einst für rund vier Millionen Passagiere jährlich ausgelegt. Tatsächlich nutzten den Airport bislang nie mehr als rund 1,8 Millionen Reisende pro Jahr. 2025 lag das Aufkommen bei knapp 887.000 Fluggästen. Ein neues, kompakteres Terminal könnte nach internen Schätzungen 50 bis 60 Millionen Euro kosten, gleichzeitig aber die Betriebskosten um rund sieben Millionen Euro pro Jahr senken. Denkbar sind bis zu sieben Vorfeldpositionen mit direktem Einstieg zu Fuß statt über Fluggastbrücken.
Auch in Leipzig/Halle werden Änderungen geprüft. Unter anderem könnte die Gepäckabfertigung näher an die Abflugbereiche verlagert werden, um die aufwändige Gepäckförderanlage zu entlasten. Zudem erwägt die MFAG, die Sicherheitskontrollen künftig selbst zu organisieren.