Der Verwaltungsrat der Billigairline hat auf ein mögliches Übernahmeangebot der Investmentgesellschaft reagiert. Nach seinen Angaben habe es bislang weder Gespräche noch ein offizielles Angebot des Investors gegeben. Easyjet erklärt, man werde zwar jedes mögliche Angebot von Castlelake prüfen, sehe aber erhebliche Fragen bei Bewertung und Umsetzbarkeit einer Übernahme.
Besonders kritisch bewertet der Verwaltungsrat von Easyjet den Zeitpunkt der Spekulationen. Der Aktienkurs sei derzeit wegen der Lage im Nahen Osten, sinkender Kundennachfrage und höherer Kerosinpreise belastet. Zudem verweist er auf regulatorische und finanzielle Hürden, die eine Übernahme erschweren würden.
Easyjet betont zugleich ihre stabile Position mit Investment-Grade-Rating, Netto-Cash-Position sowie hoher Kundenzufriedenheit. Das Unternehmen halte weiterhin an seinem mittelfristigen Ziel fest, einen Vorsteuergewinn von mehr als einer Milliarde Pfund Sterling (rund 1,18 Milliarden Euro) zu erreichen.
Gemäß den britischen Übernahmeregeln muss Castlelake bis spätestens 26. Juni entscheiden, ob ein verbindliches Angebot für Easyjet vorgelegt wird oder nicht.