Eine internationale Geldwäscheorganisation hat zwischen 2017 und 2019 fast 30 Millionen Pfund Bargeld aus Großbritannien in die Vereinigten Arabischen Emirate geschmuggelt. Nach Ermittlungen der britischen Kriminalpolizei National Crime Agency (NCA) nutzte das Netzwerk vor allem Flüge von Emirates ab den Flughäfen Manchester, Birmingham und Brüssel nach Dubai. Kurierinnen und Kuriere transportierten teils mehrere Koffer voller Bargeld, das darin zwischen Kleidungsstücken versteckt war.
Eine zentrale Rolle spielte eine damalige Mitarbeiterin am Emirates-Check-in am Flughafen Manchester. Sie ließ übergewichtige Gepäckstücke mit hohen Bargeldsummen passieren und wies Kollegen an, dies ebenfalls zu tun. Zudem erkundigte sie sich nach Kontrollen, nachdem ein Kurier mit rund 788.000 Pfund Bargeld von Grenzbeamten gestoppt worden war.
Die Schmugglerinnen und Schmuggler sammelten Geld aus dem Drogenhandel und anderer organisierter Kriminalität in Nordengland ein und brachten es nach Dubai. Mehrere Kurierinnen und Kuriere meldeten die Bargeldsummen dort bei der Einreise an, während die Ausfuhr aus Großbritannien nicht ordnungsgemäß deklariert wurde. Nach einem zwölfwöchigen Prozess wurden nun Anfang Juni 2026 sieben Angeklagte verurteilt, weitere hatten bereits zuvor ihre Schuld eingestanden.
Die NCA betonte, dass Bargeld die «Lebensader» organisierter Kriminalität sei und man weiterhin gezielt gegen Geldkuriere sowie korrupte Insider an Flughäfen und Häfen vorgehen werde.