Ein mexikanisches Gericht hat den Absturz einer Boeing 737-200 im Jahr 2018 in Kuba auf gravierende Wartungsfehler zurückgeführt. Der Jet hätte laut Urteil nicht starten dürfen. Bei dem Unglück nahe José Martí International Airport auf dem für Cubana de Aviación durchgeführten Flug CU972 kamen 112 Menschen ums Leben.
Die Chartergesellschaft Global Air - offiziell Aerolíneas Damojh - wurde zu Schadenersatz verurteilt. Sie soll den Familien von vier mexikanischen Besatzungsmitgliedern jeweils 1,5 Millionen Dollar (rund 1,4 Millionen Euro) zahlen.
Ein Gutachten spricht von einem Unfall durch mangelhafte Wartung. Die Piloten seien lediglich die letzte Verteidigungslinie gewesen. Eine frühere Untersuchung in Kuba hatte noch Pilotenfehler als Ursache genannt.