Der brasilianische Währungsrat - Conselho Monetário Nacional - hat die Regeln für eine Notfall-Kreditlinie für Fluggesellschaften verabschiedet. Insgesamt stehen der Branche bis zu eine Milliarde brasilianische Real (rund 160 Millionen Euro) zur Verfügung. Die Mittel sollen ausschließlich zur Finanzierung des Betriebskapitals verwendet werden.
Hintergrund sind die stark gestiegenen Betriebskosten der Airlines, insbesondere beim Kerosinpreis, infolge der Spannungen im Nahen Osten. Anspruch auf die Kredite haben brasilianische Fluggesellschaften im regulären Inlandsverkehr, die auf einer noch zu veröffentlichenden Liste des brasilianischen Hafen- und Flughafenministeriums stehen.
Der maximale Betrag pro Airline oder Unternehmensgruppe liegt bei 1,6 Prozent des Bruttoumsatzes von 2025. Gleichzeitig gilt eine Obergrenze von 330 Millionen brasilianischen Real pro Unternehmen.
Die Kreditlinie war bereits Anfang April per provisorischem Dekret geschaffen worden und soll die wirtschaftlichen Folgen der steigenden Treibstoffpreise für die Luftfahrtbranche abfedern.