Air Caraïbes und die Umweltorganisation Aéro Biodiversité setzen ihre 2022 gestartete Zusammenarbeit zum Schutz der Artenvielfalt an Flughäfen in der Karibik und in Französisch-Guayana fort. Im jüngst veröffentlichten Jahresbericht 2025 berichtet Aéro Biodiversité von mehreren Arten, die erstmals auf den untersuchten Flughafengeländen nachgewiesen wurden. Dazu zählen die Pflanze Comméline dressée, der Reiher Petit Blongios, die Libellenart Micrathyria aequalis sowie die Echsenart Anguilla-Anolis. An welchen Flughäfen die Neufunde gemacht wurden, nennt die Mitteilung von Air Caraïbes nicht.
Untersucht werden die Flughäfen Guadeloupe Maryse Condé, Martinique Aimé Césaire, Saint-Martin Grand-Case und Cayenne Félix Éboué. Zu den dort vorkommenden charakteristischen Arten zählen unter anderem die gefährdete Libelle Protoneure de Romane und der Rotkehl-Perenoir in Guadeloupe, der Martinique-Anolis und die Mangroven-Schnecke Escargot grain de café auf Martinique, der Saint-Martin-Anolis und die Amerikanische Stelze auf Saint-Martin sowie der Goldanolis und der Baum Yayamadou marécage in Französisch-Guayana.
Laut Aéro Biodiversité zeigen die Erhebungen, dass Flughafengelände wichtige Rückzugsräume und ökologische Korridore für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sein können. Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, Naturschutz und sicheren Flugbetrieb besser miteinander zu verbinden.