Die Regionalfluggesellschaft stellt den Betrieb endgültig ein. Ein Handelsgericht in Pointe-à-Pitre ordnete am Montag (27. April) die sofortige Liquidation an, nachdem keine der vorgelegten Übernahmeofferten als tragfähig eingestuft wurde. Damit endet die Tätigkeit von Air Antilles, die seit 2002 Verbindungen zwischen den französischen Karibikinseln betrieb.
Ein Weiterbetrieb von Air Antilles sei wegen eines Schuldenstands von über 56 Millionen Euro und anhaltender Verluste nicht möglich, so das Gericht gemäß dem TV-Sender TV 5 Monde. Bereits seit Dezember durfte die Fluglinie nach Beanstandungen der Zivilluftfahrtbehörde nicht mehr fliegen. Seit Februar befand sich das Unternehmen im Sanierungsverfahren.
Die 116 Beschäftigten von Air Antilles lebten monatelang in Unsicherheit. Eine mögliche Übernahme hätte nur 13 oder 14 Stellen erhalten. Auch ein Rettungsversuch mit rund 20 Millionen Euro durch die Gebietskörperschaft von Saint-Martin konnte das Aus nicht verhindern.