Der Schweizer Elektroantriebsspezialist H55 richtet seine Strategie neu aus und will seine zertifizierbaren Antriebs- und Energiespeichersysteme künftig in einem breiteren Spektrum von Luftfahrtanwendungen einsetzen. Neben elektrisch angetriebenen Flugzeugen sollen die Technologien verstärkt für Hybridflugzeuge, unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) und Verteidigungsplattformen genutzt werden.
Das Unternehmen verweist dabei auf seine Erfahrungen in den Bereichen Zertifizierung, Sicherheitsarchitektur, Industrialisierung und Systemintegration. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer von der europäischen Luftfahrtbehörde Easa begleiteten Zertifizierungstestkampagne für Antriebsbatterien im Jahr 2025 sieht sich H55 in der Lage, seine Technologien auf weitere Programme und Kunden auszuweiten.
Parallel dazu hat H55 in der Schweiz ein gesetzlich vorgeschriebenes Konsultationsverfahren mit den Beschäftigten über geplante organisatorische Änderungen eingeleitet. Nach Angaben des Unternehmens sollen die konkreten Anpassungen erst nach Abschluss dieses Prozesses festgelegt werden. Ziel sei es, die Organisation auf neue Marktchancen auszurichten und gleichzeitig Vorschläge der Mitarbeitenden zu berücksichtigen.
Während der kanadische Standort künftig eine größere Rolle bei Kundenprojekten und Partnerschaften in Nordamerika übernehmen soll, bleibt die Schweiz nach Angaben von H55 das Zentrum für Zertifizierung, Produktentwicklung und industrielle Aktivitäten.