Ryanair-Jet in Girona: Die Iren drohen mit dem Auszug.

Barcelona gegen Barcelona

Ryanair verlässt Reus und droht auch Girona mit dem Auszug. Davon profitiert Barcelona. Katalonien ist in Aufruhr.

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/p> Zuerst kam der Entscheid, die Destination Reus per Ende Oktober zu schliessen. In der Kleinstadt im Nordosten Spaniens hatte die irische Billigfluglinie Ryanair seit drei Jahren im Sommer drei und im Winter eine Maschine stationiert. Leider hätten die katalanische Regierung und die nahe gelegene Grossstadt Tarragona «wiederholt ihre Versprechungen nicht eingehalten, die Entwicklung der Ryanair-Basis in Reus zu unterstützen», sagte Vize-Konzernchef Michael Cawley. Darum ziehe man nun noch bevor der bestehende Vertrag mit dem Flughafen auslaufe, die Reissleine. Und er fügte gleich an: «Zum Glück gibt es sehr viel andere europäische Destinationen, die bereitwilliger sind und bessere Gebühren bieten».

Der Abflug aus Reus war nur der erste Paukenschlag. Schon kurz darauf begann Ryanair auch Girona zu drohen. Den dortigen Flughafen fliegt Ryanair seit vielen Jahren an- und verkauften ihn einst Passagieren als Barcelona-Girona, obwohl er 90 Kilometer nördlich der katalanischen Metropole liegt. Von hier aus fliegen die Iren 62 Destinationen an. Die Drohung gegen den Aeroport de Girona wirkt daher umso mehr. Dabei geht es um viel Geld. Die katalanische Regierung hat Ryanair Subventionen von 7,5 Millionen Euro für drei Millionen Passagiere versprochen. Doch die Airline will 15 Millionen. Der Vertrag läuft hier Ende Jahr aus.

Streit um die Gebühren Der lachende Dritte ist Barcelona El Part. Der Flughafen der Hauptstadt der Provinz Katalonien verzeichnete in den letzten Monaten deutliche Zuwächse, seit Ryanair Füge dorthin umgeleitet hat. Girona hat dadurch mehr als die Hälfte der Flüge verloren. Alleine verzeichnete der Flughafen der Stadt nördlich von Barcelona ein Passagierminus von 41 Prozent, übers ganze Jahr beträgt der Rückgang 30 Prozent. Die neue Konkurrenz durch den grossen Flughafen stösst den kleinen sauer auf. Der neue Bürgermeister von Girona beschuldigte nun El Prat, «kontinuierlich politische Preise anzubieten, die weiter unter Kosten liegen». In Girona passiere das Gegenteil, so Carles Puigdemont in der Zeitung La Vanguardia.

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