Flieger von United: Die Fluglinie will Kunden und Mitarbeiter zufriedener machen.

Plan von Oscar MunozUnited sucht das Geld in den vorderen Sitzen

United-Chef Oscar Munoz will sparen, mehr einnehmen und dennoch den Service verbessern. Möglich machen sollen das mehr Plätze in den teureren Klassen.

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Für Oscar Munoz wird es ein Balanceakt. Der Chef von United Airlines will sparen, neue Einnahmequellen erschließen und zugleich den Service verbessern. 1,5 Milliarden Dollar plant er in den nächsten drei Jahren durch verstärkte Segmentierung der Kundenbasis, ein verändertes Treueprogramm und Veränderungen am Einnahmenmanagementsystem zusätzlich einzunehmen, wie er am Dienstag (21. Juni) erklärte. Weitere 1,3 Milliarden sollen im gleichen Zeitraum durch Sparmaßnahmen hereingeholt werden – unter anderem durch den Einsatz sparsamerer und größerer Flugzeuge.

Ein wichtiger Punkt der Initiative ist, dass Munoz die Zahl der Premiumsitze in den Flugzeugen erhöht. In den United-Fliegern sollen bis 2018 ein Fünftel mehr Premium-Economy-Sessel stehen. Die Zahl der Business- und First-Sitze soll gar um 30 Prozent steigen. Möglich sollen das dünnere Sitze machen, so dass am Ende kaum weniger Passagiere in den Flugzeugen sitzen werden. Während den Passagieren vorne in der Kabine zudem mehr geboten werden soll – wie etwa mit der neuen Business Class–, soll es hinten auch neue Tarife ohne Schnickschnack geben.

Mehr in Premium-Kunden investieren

Einfach wird es für United nicht. Seit Jahren landet die Airline in Qualitätsrankings auf den hinteren Rängen. Das Image war zwischenzeitlich so schlecht, dass der Chef vergangenes Jahr selbst hinstand und zugab, dass man sich bessern müsse. Dass die nun eingeleiteten Maßnahmen angesichts der miserablen Kundenratings der Airline ein gewagter Balanceakt sind, ist Munoz klar: «Wir werden unsere Geschäftsperformance weiter beschleunigen, während wir zugleich das Vertrauen unserer Angestellten und Fluggäste zurückgewinnen.»

Der erste Einsatz von Munoz trägt immerhin schon Früchte: Seit Jahresbeginn lag United in Sachen Pünktlichkeit etwa in einer jährlichen Umfrage der Wichita State University an erster oder zweiter Stelle im Vergleich mit Konkurrenten. Beim Gepäck-Handling  lag sie in 19 der vergangenen 24 Monate im oberen Drittel der Konkurrenz. Zudem investiert United in ein neues Lounge-Konzept und führt an Bord Illy-Kaffee aus Italien ein.

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