Ryanair-Flieger: Die Airline will israelische Schulklassen transportieren

Ryanair: Per Flug nach Auschwitz

Die Billigfluglinie prüft, Flüge von Tel Aviv nach Krakau anzubieten. Israelische Schüler sollen so das KZ billiger und schneller besichtigen können.

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Hinter der Idee stecken handfeste Marktzahlen. Jedes Jahr besuchen rund 25'000 Schüler aus Israel das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Die Reisen zur Vernichtungsstätte, wo die Nazis im Zweiten Weltkrieg ihre Gräueltaten begingen und mindestens 1,1 Millionen Juden umbrachten, werden von den Schulen zusammen mit dem nationalen Erziehungsministerium organisiert. Eltern zahlen umgerechnet rund 1200 Euro für die Trips - mehr als ein Drittel davon für den Flug. Das will Ryanair ändern. Man prüfe eigene Flüge nach Polen, um Klassen die Reise nach Auschwitz zu ermöglichen, erklärte ein Vertreter der Airline gemäß der israelischen Tageszeitung Haaretz.

Bislang fliegen die israelischen Schüler mit der polnischen Lot oder der israelischen El Al nach Warschau. Deren Vormacht möchte Ryanair nun brechen. Dabei will sie nicht nur mit billigeren Tickets punkten, sondern auch mit einer schnelleren Verbindung. Die Iren prüfen Direktflüge von Israel nach Krakau. Auschwitz liegt 70 Kilometer von der südpolnischen Stadt entfernt. El Al und Lot fliegen nur nach Warschau. «Wir sprechen mit israelischen Flughäfen», so Ryanair-Manager Howard Millar gemäß Haaretz. Das seien indes lediglich erste Abklärungen.

Schon länger Interesse

Ryanair zeigte bereits im vergangenen Jahr Interesse am israelischen Markt. Rund 2,2 Millionen Passagiere könne man jährlich von diversen europäischen Städten aus nach Israel transportieren, erklärte der Billigflieger damals. Mit der Verabschiedung des Opensky-Abkommens zwischen Israel und der EU wird dies nun auch theoretisch möglich.

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