Letzte Aktualisierung: um 13:39 Uhr
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Mit Technik gegen Vögel

Vögel in Flughafennähe sind ein Risiko. Nun hat ein Forscherteam vielleicht eine Lösung gefunden, wie man sie vertreiben kann.

Elke Barbara Bachler/pixelio.de

Ein Vogelschwarm kann für Flieger ziemlich gefährlich werden.

Das Wunder vom Hudson machte das Risiko weltbekannt. Nachdem beim Start Vögel ins Triebwerk gerieten und dieses außer Gefecht setzten, musste Pilot Chesley Sullenberger seinen Airbus im Januar vor drei Jahren auf dem eiskalten New Yorker Fluss notlanden. Alle Passagiere wurden gerettet. Das zeigte einer breiten Öfentlichkeit: Vögel sind für Flugzeuge nicht nur eine Plage, sondern wirklich gefährlich. Meist sind es Stare, Tauben oder Möwen, die Fliegern in die Quere kommen. Und das hat oftmals Folgen. Laut der International Civil Aviation Organization ICAO sind in den letzten acht Jahren rund 400 Menschen bei Kollisionen von Flugzeugen mit Vögeln gestorben. 420 Jets erlitten durch Vogelschlag einen Schaden.

Nun soll eine Erfindung aus Südkorea Abhilfe schaffen: Ein Roboter, der Vogelschreie imitiert. Diese kann er bis zu einer Reichweite von 300 Kilometern aussenden. Dabei bewegt sich das metallene Ding permanent über das Flughafenareal. So können sich die Vögel nicht an die Geräusche gewöhnen und erkennen, dass es sich nur um eine Maschine handelt.

Ein ursprünglich militärischer Auftrag

«Die Roboter wurden ursprünglich vom Militär bestellt, um Kollisionen mit Vögeln über militärischen Flughäfen zu vermeiden», sagte Yi Jongmin, Sprecher des KAERI-Instituts für Atomenergie in Südkorea gegenüber dem Nachrichtensender CNN. Am Roboter, der ein bisschen aussieht wie ein Mondfahrzeug, sind mehrere Lautsprecher angebracht, welche die Vogelstimmen aussenden. Die Lautstärke kann bis zu 100 Dezibel erreichen.

Die Art der Laute wird an einer Bodenstation ausgewählt, so kann man je nach Vogelart den entsprechenden Abschreckungslaut erzeugen. Außerdem kann der Roboter durch Lasertechnologie Bewegungen von Vogelschwärmen erfassen und diese Informationen dann an die Bodenstation senden. Im Juni dieses Jahres sollen erste Tests durchgeführt werden.



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