Pilotinnen und Piloten: Gewerkschaft leitet Schiedsgerichtsverfahren im Streit mit Lufthansa ein

Die Vereinigung Cockpit wirft der Fluggesellschaft vor, sich nicht an vertragliche Zusagen aus dem Tarifvertrag Perspektivvereinbarung von 2017 zu halten. Dieser Vertrag garantierte eine Mindestflottenstärke, sei jedoch 2021 einseitig von Lufthansa gekündigt worden. Die Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten kritisiert, dass die zulässigen Flugzeugreduktionen laut Vertrag nicht eingehalten werde, was Arbeitsplätze und die berufliche Entwicklung der Pilotinnen und Piloten gefährde. «Lufthansa verletzt ihre Zusagen und bedroht damit die Zukunft unserer Mitglieder. Wir können das nicht akzeptieren», erklärt Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit.

Der Tarifvertrag sieht ein Schiedsgerichtsverfahren als Konfliktlösungsmechanismus vor. Dieses will die Gewerkschaft nun einleiten. Zudem habe die Vertragskündigung zur Wiedereinsetzung einer Sitzplatzbegrenzung bei der Lufthansa-Tochter Cityline geführt. Die Vereinigung Cockpit fordert ernsthafte Verhandlungen und nachhaltige Lösungen. «Wir bleiben dialogbereit, erwarten aber von Lufthansa verantwortungsvolles Handeln. Bis dahin werden wir unsere Rechte gerichtlich durchsetzen», so Pinheiro.

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