Jet von Philippine Airlines: Noch darf die Airline nicht in die EU.

Philippine: Neue Flotte für Europa

Philippine Airlines will die Flotte massiv vergrößern. Doch in einige Länder darf die Airline momentan gar nicht fliegen.

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Besserer Service, mehr Routen, neuere Flieger - das sind die Ziele, die Philippine Airlines in den nächsten Jahren verwirklichen will. Um international wieder wettbewerbsfähig zu werden, plant die Fluggesellschaft auch, einer weltweiten Allianz beizutreten, erklärte Philippine-Präsident Ramon Ang in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Business Inquirer. Ang ist auch Präsident des Lebensmittel- und Getränkekonzerns San Miguel Corporation, der erst Anfang des Monats 49 Prozent von Philippine Airlines aufgekauft hatte - mit dem Plan, das Kerngeschäft von Lebensmitteln und Getränken wegzubewegen, so Ang, der auch Pilot ist.

Die Restrukturierung der Airline sieht eine massive Vergrößerung der Flotte vor. Innerhalb der nächsten fünf Jahre will die Fluggesellschaft 100 neue Flieger erstehen. Diese sollen sowohl an Philippine Airlines als auch an die Schwester-Fluglinie Air Phillippines - inzwischen Airphil Express - gehen. Philippine Airlines fliegt momentan mit einer Flotte von 37 Boeing- und Airbus-Jets, Airphil Express mit 19 Airbus- und Bombardier-Fliegern. Bei den neuen Bestellungen wolle man mehr als bisher mit Boeing zusammenarbeiten, erklärte Ramon Ang - Details gab er dazu aber nicht bekannt. Bisher sind von den 37 Jets der Flotte nur sieben vom US-Flugzeugbauer.

Die Billigtochter Airphil Express soll in Zukunft die Kurz- und Mittelstrecken übernehmen und dort Konkurrenten wie Cebu Pacific und Zest Air unter Druck setzen. Die hatten Philippine Airlines in den vergangenen Jahren im Inland immer weiter Marktanteile weggenommen. Philippine soll sich dann auf die Langstrecken fokussieren - also allen Zielen über einer Flugzeut von drei Stunden. Hier setzt die Airline darauf, dass die Passagiere eine höhere Bereitschaft haben, für mehr Komfort und guten Service auch ein bisschen mehr zu zahlen.

Sicherheitsprobleme

Auf Langstrecken soll Philippine Airlines so langfristig wieder mit Konkurrenten wie Singapore Airlines oder Emirates mithalten. So sollen in Zukunft auch wieder Ziele in Europa und mehr Ziele in den USA zum Streckennetz hinzukommen. Doch dazu braucht es zunächst massive Verbesserungen in der Sicherheit. Momentan sind sämtliche Anbieter der Phillippinen auf der schwarzen Liste der EU. Die amerikanische Behörde FAA setzt sie auf Sicherheitsstufe 2, was bedeutet, das sie die internationalen Standards nicht erfüllen. Philippine Airlines will nun aktiv daran teilhaben, die Sicherheitseinstufungen des Landes im Ausland wieder zu verbessern. Die Ressourcen dazu seien vorhanden, die Finanzierung also «gar keine Problem», findet Ramon Ang.

Seine Pläne reichen noch weiter: Die San Miguel Corporation dürfte schon in «naher Zukunft» Pläne für einen neuen Flughafen mit vier Pisten vorstellen, kündigt er an. 100 Millionen Passagiere soll der Flughafen im Jahr stemmen können, außerdem soll er näher als der Clark International Airport an der Metropolregion Manila liegen, die aus insgesamt 16 Städten besteht.

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