Machu Picchu: Die Inka erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert.

Umstrittener AirportPeru legt Bau von Machu-Picchu-Flughafen auf Eis

Kritiker konnten die Pläne für einen Flughafen nahe der Inka-Ruinen von Machu Picchu nicht verhindern. Jetzt bringt die Corona-Krise das Projekt zum Stillstand.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Alle Proteste konnten die Regierung nicht umstimmen. In Peru begannen im vergangenen Jahr Bulldozer damit, den Bau eines neuen Flughafens nahe der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu vorzubereiten. Kritiker warnten, das Weltkulturerbe würde durch den Airport von Touristen überflutet

Das war nicht alles. Auch niedrige Überflüge würden die Stadt in Mitleidenschaft ziehen Die Gegner befürchten zudem eine Entstellung der Landschaft um Machu Picchu sowie die Gefährdung eines Sees, der eine wichtige Trinkwasserquelle der Region ist.

Gefahr für Weltkulturerbe

Was den Kritikern des Projektes nicht gelang, macht nun die Corona-Epidemie möglich. Der Bau des Flughafens im Distrikt Chinchero wird gestoppt - zumindest vorübergehend.  Perus Verkehrsminister Carlos Lozada erklärte, angesichts des aktuellen Ausnahmezustandes hoffe man, die Arbeiten in einigen Monaten wieder aufnehmen zu können. Parallel arbeite man zusammen mit dem Kulturministerium und nach Empfehlungen der Unesco an einer Studie zu den Folgen für das Weltkulturerbe.

In Peru gelten bereits seit Mitte März strikte Corona-Maßnahmen. Selbst Rückholflüge für die im Land gestrandeten Ausländer waren teilweise schwierig zu organisieren. Am Wochenende verlängerte die Regierung den Ausnahmezustand bis zum 30. Juni. Bis dahin gilt häusliche Quarantäne. Zum Einkauf von Lebensmitteln oder dem Besuch einer Apotheke oder Bank darf sich jeweils nur ein Angehöriger des Haushalts auf die Straße begeben. Nachts und sonntags gelten komplette Ausgangssperren.

In Lima wird weitergebaut

Trotz des Ausnahmezustandes wird der Ausbau des Flughafens der Hauptstadt Lima laut dem Verkehrsministerium fortgesetzt. In den kommenden Wochen sollen die Arbeiten an der zweiten Start- und Landebahn und einem neuen Kontrollturm beginnen. Dass in Lima weitergebaut wird und bei Machu Picchu nicht, könnte darauf hindeuten, dass der Neubau nun womöglich doch ganz ins Wanken gerät. Auch angesichts von Rezession und der zu erwartenden langsamen Erholung des Tourismus erscheint das nicht unwahrscheinlich.

Der geplante Aeropuerto Internacional de Chinchero liegt rund 30 Kilometer näher an Machu Picchu als der bisherige Flughafen Cusco, den er einst ersetzen soll. Während der aktuelle Flughafen sich im städtischen Bereich von Cusco befindet, liegt der Bauort des neuen Airports in einer ländlichen Region zwischen zwei Seen. Er soll auch mehr direkte Flüge aus dem Ausland empfangen und so den Airport in Lima entlasten, über den die meisten aktuellen Routen nach Cusco und damit nach Machu Picchu verlaufen.

Mehr zum Thema

Ruinen an der Bergspitze des Huayna Picchu: Der geplante Flughafen gefährdet Machu Picchu.

Flughafen Machu Picchu wird gebaut - trotz heftiger Kritik

Douglas DC-8 der Ex-Nationalairline Aeroperú: Verschwand 1999.

Peru erwägt Aufbau einer staatlichen Airline

Lima: Blick aus dem Apartment einer Deutschen, die in Peru festsitzt.

So kompliziert ist die Rückholung deutscher Urlauber

ticker accident crash absturz

13 Tote: Cessna 208B Grand Caravan in Peru bei Flug zu den Nazca-Linien abgestürzt

Video

Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies