Machu Picchu: Die Inka erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert.

Umstrittener AirportPeru legt Bau von Machu-Picchu-Flughafen auf Eis

Kritiker konnten die Pläne für einen Flughafen nahe der Inka-Ruinen von Machu Picchu nicht verhindern. Jetzt bringt die Corona-Krise das Projekt zum Stillstand.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Alle Proteste konnten die Regierung nicht umstimmen. In Peru begannen im vergangenen Jahr Bulldozer damit, den Bau eines neuen Flughafens nahe der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu vorzubereiten. Kritiker warnten, das Weltkulturerbe würde durch den Airport von Touristen überflutet

Das war nicht alles. Auch niedrige Überflüge würden die Stadt in Mitleidenschaft ziehen Die Gegner befürchten zudem eine Entstellung der Landschaft um Machu Picchu sowie die Gefährdung eines Sees, der eine wichtige Trinkwasserquelle der Region ist.

Gefahr für Weltkulturerbe

Was den Kritikern des Projektes nicht gelang, macht nun die Corona-Epidemie möglich. Der Bau des Flughafens im Distrikt Chinchero wird gestoppt - zumindest vorübergehend.  Perus Verkehrsminister Carlos Lozada erklärte, angesichts des aktuellen Ausnahmezustandes hoffe man, die Arbeiten in einigen Monaten wieder aufnehmen zu können. Parallel arbeite man zusammen mit dem Kulturministerium und nach Empfehlungen der Unesco an einer Studie zu den Folgen für das Weltkulturerbe.

In Peru gelten bereits seit Mitte März strikte Corona-Maßnahmen. Selbst Rückholflüge für die im Land gestrandeten Ausländer waren teilweise schwierig zu organisieren. Am Wochenende verlängerte die Regierung den Ausnahmezustand bis zum 30. Juni. Bis dahin gilt häusliche Quarantäne. Zum Einkauf von Lebensmitteln oder dem Besuch einer Apotheke oder Bank darf sich jeweils nur ein Angehöriger des Haushalts auf die Straße begeben. Nachts und sonntags gelten komplette Ausgangssperren.

In Lima wird weitergebaut

Trotz des Ausnahmezustandes wird der Ausbau des Flughafens der Hauptstadt Lima laut dem Verkehrsministerium fortgesetzt. In den kommenden Wochen sollen die Arbeiten an der zweiten Start- und Landebahn und einem neuen Kontrollturm beginnen. Dass in Lima weitergebaut wird und bei Machu Picchu nicht, könnte darauf hindeuten, dass der Neubau nun womöglich doch ganz ins Wanken gerät. Auch angesichts von Rezession und der zu erwartenden langsamen Erholung des Tourismus erscheint das nicht unwahrscheinlich.

Der geplante Aeropuerto Internacional de Chinchero liegt rund 30 Kilometer näher an Machu Picchu als der bisherige Flughafen Cusco, den er einst ersetzen soll. Während der aktuelle Flughafen sich im städtischen Bereich von Cusco befindet, liegt der Bauort des neuen Airports in einer ländlichen Region zwischen zwei Seen. Er soll auch mehr direkte Flüge aus dem Ausland empfangen und so den Airport in Lima entlasten, über den die meisten aktuellen Routen nach Cusco und damit nach Machu Picchu verlaufen.

Mehr zum Thema

Ruinen an der Bergspitze des Huayna Picchu: Der geplante Flughafen gefährdet Machu Picchu.

Flughafen Machu Picchu wird gebaut - trotz heftiger Kritik

Douglas DC-8 der Ex-Nationalairline Aeroperú: Verschwand 1999.

Peru erwägt Aufbau einer staatlichen Airline

Lima: Blick aus dem Apartment einer Deutschen, die in Peru festsitzt.

So kompliziert ist die Rückholung deutscher Urlauber

Blick aufs Vorfeld des Flughafens Lima: Das neue Terminal ist so gut wie fertig.

Fraport streitet mit Ministerium über Terminal-Eröffnung

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin