Boeing B777-300ER von American Airlines: Völlig neuer Auftritt.

Kritk an Americans neuem Look

Die amerikanische Fluglinie gibt sich erstmals seit 45 Jahren ein neues Erscheinungsbild. Das gefällt längst nicht allen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wenige Unternehmen kommen so lange ohne Renovierung aus. 1967 schuf Massimo Vignelli das Erscheinungsbild von American Airlines. Es sei «eines der wenigen Logos weltweit, die keine Veränderung brauchen», sagt der Designer von seinem Werk. Bis anhin glaubten das auch die Manager der Fluglinie. Ihre Jets fliegen heute noch genauso bemalt in der Welt herum wie vor 45 Jahren. Doch nun ändert sich das. American Airlines führt eine weitreichende Auffrischung des optischen Auftritts durch. «Unser neues Logo und unsere neue Bemalung widerspiegeln unsere Leidenschaft für Fortschritt», kommentierte Vertriebschef Virasb Vahidi bei der Präsentation vergangene Woche.

Die Veränderungen sind groß. Auf der Heckflosse verschwinden die beiden dominanten versalen A. Dort prangen nun rote und blaue Querstreifen. Der Rumpf ist künftig weiß statt metallfarben. Diese Änderung wurde nötig, weil sich der Silberlook von heute bei den neuen Materialien heutiger Flugzeuge nicht mehr umsetzen lässt. Auf dem Rumpf prangen nun gross das Wort «American» und das neue Logo. Der Adler wurde darin beibehalten, aber mit einem roten und blauen Flügel versehen und viel stilisierter umgesetzt als früher. Er bildet zugleich den Buchstaben A.

«Weniger stark»

Das kommt nicht überall gut an. Vignelli kann nicht verstehen, weshalb American Airlines sein Logo verändern musste. «Design kann schlechtes Management nicht überdecken», kommentierte er gegenüber der Fachzeitschrift Creative Review. Für ihn seien die elf Streifen im Heck ein angemessenes Symbol für das Chapter 11, das Insolvenzverfahren in dem die Airline gerade steckt. Auch sein Branchenkollege Matthias Mencke vom amerikanischen Designhaus Siegel and Gale findet den neuen Auftritt zwar «zeitgenössischer», aber zugleich weniger stark, wie er dem Portal Business Insider erklärte.

Während die Gewerkschaft der Flugbegleiter den neuen Look als Zeichen des Aufbruchs begrüßt, ist die Vertretung der Piloten wenig begeistert. «Eine neue Bemalung ist okay, aber sie löst nicht die Probleme von American Airlines im Bereich des Streckennetzes», erklärte die Allied Pilots Association.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

Insgesamt mehr als 1000 Flugzeuge: American Airlines rüstet nun auch Boeing-Jets mit Highspeed-Internet aus

ticker-american-airlines

American plant weiteren Einsatz des Airbus A321 XLR zwischen New York und Boston

Boeing 777-200 von American: Auf einem Flug von Madrid nach Dallas fielen die meisten Toiletten aus.

An Bord einer Boeing 777: Klo-Notstand bei American Airlines

ticker-american-airlines

American Airlines bringt Starlink in mehr als 1000 Flugzeuge

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin