Zeichnung des Unfallhergangs: Der Pilot fiel mehrmals durch die Prüfung.

Unfallpilot fiel durch Prüfungen

Angehörige der Opfer bringen neue Dokumente vor: Der Pilot, der mit einem Privatjet die B737 von Gol rammte, versagte bei Tests.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es ist ein lange Liste von Mängeln, welche die Familien der 154 Menschen vorlegen, die beim Absturz der Boeing B737 ums Leben kamen. Der neuste Vorwurf: Pilot Joseph Lepore sei ungenügend qualifiziert gewesen. Er sei als Kopilot lange auf einer BAe Jetstream 41 geflogen. 1998 habe er dann versucht, zum Piloten aufzusteigen. Diesen Test habe er aber zwei Mal nicht bestanden, erklärte der Luftfahrt-Experte der Anklage, Roberto Peterka, gegenüber der Zeitung Jornal do Brasil. Auch auf dem Embraer Legacy 600 habe Lepore nicht alle Vorschriften erfüllt. So habe der Amerikaner nicht die Anzahl an Flugstunden vorweisen können, die in Brasilien eigentlich für diesen Flugzeugtyp erforderlich seien, so Luftfahrt-Experte Peterka. Am 29. September 2006 war Lepore mit einem Legacy-Privatjet über dem Amazonas mit der Linienmaschine der brasilianischen Airline Gol zusammen gestoßen. Während das kleine Flugzeug noch landen konnte, wurde die linke Tragfläche der B737 massiv beschädigt. Der Linienjet stürzte daraufhin ungebremst in den Urwaldboden.

Derzeit läuft in Brasilia das Berufungsverfahren gegen das Urteil der ersten Instanz im Strafprozess. Beim ersten Prozess waren Lepore und sein Kopilot zu viereinhalb Jahren in Halbgefangenschaft verurteilt worden. Der Richter wandelte die Strafe dann jedoch in wohltätige Arbeit um, welche Lepore in den USA verrichten kann. Das ist den Angehörigen zuwenig. Sie wollen den verantwortlichen Piloten hinter Gitter sehen. Denn sie sehen gleich mehrere Fehler, welche die Piloten machten. So flogen sie ohne Anti-Kollisionssystem los. Zudem schalteten sie den Transponder des Flugzeuges aus und flogen die ganze Strecke zwischen São José dos Campos und Manaus auf 37'000 Fuß (rund 11'300 Meter). Von der Flugaufsicht waren der Legacy drei verschiedene Flughöhen vorgegeben gewesen. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes hätte der Privatjet 1000 Meter tiefer fliegen sollen.

Auch Kontrolle versagte

Die brasilianische Behörde für Flugunfall-Untersuchungen (Centro de Investigação e Prevenção de Acidentes Aeronauticas) wies in Ihrem Bericht von 2008 bereits auf die geringe Erfahrung der Piloten auf der Legacy hin. Zudem kritisierten sie die ungenügende Flugvorbereitung. Gemäß den Aufsehern begingen jedoch nicht nur die Piloten massive Fehler. Auch die Flugaufsicht habe geschlampt. So habe man die falsche Flughöhe der Legacy gar nicht bemerkt. Zudem sei die Kommunikation ungenügend gewesen.

Mehr zum Thema

Als mitten im Flug beide Tragflächen abbrachen

Als mitten im Flug beide Tragflächen abbrachen

Cockpit: Pilotinnen und Piloten werden auf Extremsituationen vorbereitet.

Wie Pilotinnen und Piloten Zwischenfälle verarbeiten

Ein Triebwerk der abgestürzten Caravelle: Völlig intakt.

Wrack nach 33 Jahren entdeckt

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack