Everest-Rundflug von Buddha Air: Landung bei schlechtem Wetter.

Crash in Nepal: Zweifel am Piloten

Erste Analysen zeigen: Der Pilot der abgestürtzen Maschine von Buddha Air flog zu tief. Warum, bleibt ein Rätsel.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Am Montag blieben die Flugzeuge von Buddha Air am Boden. Man spreche den Hinterbliebenen der Absturzopfer das tiefste Bedauern aus und kondoliere ihnen von ganzen Herzen, erklärte die Airline in einer Mitteilung. «Buddha Air sah sich stets verpflichtet, in die neuste Sicherheitstechnologie zu investieren und kompetente Experten auf dem Gebiet zu beschäftigen» so das Unternehmen weiter. Am Sonntag nützte das alles aber nichts. Eine Beechcraft 1900D der Gesellschaft stürzte in Kotdanda Lamatar ab - 20 Kilometer außerhalb der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Alle 16 Passagiere des Rundfluges zum Mount Everest und die drei Crewmitglieder starben.

Noch ist völlig unklar, was zum Unfall führte. Doch Experten schließen menschliches Versagen nicht aus. «Falls es ein technisches Problem gegeben hätte, dann müsste es dafür einen Hinweis geben» so Bimlesh Lal Karna, Sicherheitschef des internationalen Flughafens in Kathmandu gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. « Das Flugzeug war bereits seit 45 Minuten unterwegs. Dabei gab es keinerlei Anzeichen für Problem. Das schlechte Wetter brachte den Piloten dazu, die falsche Entscheidung zu treffen», so Lal Karna weiter. Lokale Medien berichten, die Propellermaschine sei für den Anflug auf Kathmandu aus den Wolken getaucht und auf Sicht auf rund 1500 Metern über Boden geflogen. An jener Stelle wären aber gemäß den Zeitungen rund 300 Meter mehr als Minimum vorgeschrieben. « Er flog zu nahe an die Hügel heran» so Aviatikexperte Hemant Arjyal zu AFP.

Zu wenig gute Leute

Andere Experten nehmen den Piloten in Schutz. «Es wäre möglich, dass die Instrumente ihm falsche Angaben zu seiner Höhe und der des Hügels lieferten. Klar ist aber, dass das Wetter eine Rolle spielte» so Medini Prasad Sharma, ehemaliger Leiter der Luftfahrtaufsichtsbehörde Civil Aviation Authority of Nepal. Er sieht jedoch generelle Probleme bei der Qualifikation der Mitarbeiter. Seit der Liberalisierung des Luftverkehrs in Nepal im Jahr 1992 seien rund 30 Airlines gegründet worden, einige davon bereits wieder verschwunden. Sie hätten die besten Leute von der Staatsairline Nepal Airlines abgeworben. Für alle Gesellschaften gebe es aber einfach nicht genug gute Leute. Und in die Ausbildung investiere man auch kaum, so der Experte gegenüber der Zeitung Republica.

Hinzu kommt gemäß dem Aviatikprofi ein Manko bei der Aufsicht. «Die Behörde beaufsichtigte vor 19 Jahren eine Airline. Heute sind es mehr als zwölf - mit ungefähr gleich vielen Leuten und der gleichen Infrastruktur», so der Experte weiter. Kein Wunder, dass es in Nepal 2010 gleich zu drei fatalen Crashs mit zusammen fast 30 Toten kam. Ein Bericht des Tourismusministeriums von Anfang August hielt fest, die Zahlen seien «wenig ermutigend». Airlines, Transportministerium und Aufsichtsbehörde täten zuwenig für die Sicherheit.

Mehr zum Thema

Das Leitwerk von AI171 steckt in einem Haus: 265 Menschen starben bei dem Unglück.

Absturz der Boeing 787 von Air India ist das tödlichste Unglück seit 2014

ATR-72-Wrack im Iran gefunden

ATR-72-Wrack im Iran gefunden

Propeller einer An-28: Kratol Aviation soll vier Maschinen des Typs betreiben.

Tote bei Absturz in Russland

Ein Triebwerk der abgestürzten Caravelle: Völlig intakt.

Wrack nach 33 Jahren entdeckt

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies