Embraer 170: Mit dem Flugzeugtyp will Lübeck Airways abheben.

Dicke Luft am Flughafen Lübeck

Im Frühjahr will Lübeck Airways ab der Hansestadt sechs Ziele in Europa anfliegen. Alles sei bereit, sagt das Unternehmen. Doch der Flughafen verhindere den Start.

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Michael Hövel ist bereit. «Wir haben am 8. Oktober unseren Flugplan eingereicht. Und wir haben zwei Flugzeuge, die wir einsetzen könnten», sagt der Geschäftsführer der im Januar neu gegründeten Lübeck Airways. Mit den beiden Embraer 170 will er ab Anfang April oder Mai sechs Ziele in Europa anfliegen. Unter der Woche seien Linienflüge geplant. Am Wochenende habe man Charterflüge an Ferienziele für Reiseveranstalter vorgesehen. «Das Interesse dafür ist klar da», so Hövel zu aeroTELEGRAPH.

Doch eines fehlt noch: Lübeck Airways bekommt keine Büros am Flughafen Lübeck. «Dies ist einmalig in der Luftfahrtgeschichte, dass ein Flughafen keine Räumlichkeiten für eine Fluggesellschaft bereitstellt, die sich dort ansiedeln will» so Hövel. Dabei habe die Betreibergesellschaft Yasmina eigentlich schon eine schriftliche Zusage abgegeben gehabt. Die sei dann vom neuen Yasmina-Geschäftsführer zurückgezogen worden. «Wir hatten schon einen Architekten damit beauftragt, die Büros zu designen.»

Flughafen Lübeck antwortet nicht

Ohne Büros hält Lübeck Airways den Start für schwierig machbar. «Wir brauchen ein Kundencenter am Flughafen, wo unsere Passagier hinkommen können, wenn sie Hilfe brauchen», so Hövel. Damit nicht genug. Der Lübeck-Airways-Geschäftsführer bemängelt weiter, dass Yasmina seiner Airline trotz mehrfacher Anfragen auch noch kein Angebot zur Flugzeug- und Passagierabfertigung hat zukommen lassen. «Ohne das können wir nicht loslegen», so Hövel. Trotz Nachfragen höre man aber nichts.

Dabei wäre Lübeck Airways gar bereit, allenfalls Strecken zu übernehmen, die nun Ryanair aufgebe. «Zumindest eine erscheint uns interessant» sagt Hövel. Der Flughafen Lübeck will sich zum Thema nicht groß äußern. «Wir haben die Aussagen von Lübeck AIrways überrascht zur Kenntnis genommen», sagt eine Sprecherin.

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