StadtflughafenLondon City Airport hat neue Eigentümer

Nun ist klar, welcher Interessent beim Bieterkampf um den Londoner Stadtflughafen durchgesetzt hat. Die Käufer müssen sich allerdings auch auf einige Hürden gefasst machen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der London City Airport war heiß begehrt. Sobald bekannt wurde, dass die amerikanischen Anlagefirmen Global Infrastructure Partners und Oaktree Capital den Flughafen verkaufen wollten, umkreisten ihn diverse Interessenten aus der ganzen Welt. Nun ist klar, wer den Zuschlag erhält: Ein Konsortium aus den drei kanadischen Pensionskassen Ontario Teachers’ Pension Plan (OTPP), Borealis und Aimco und dem Staatsfonds von Kuwait. Sie haben sich unter anderem gegen die chinesische HNA und Gingko Tree, einem Arm der staatlichen Verwaltung der Devisenreserven Chinas, durchgesetzt.

Zwei Milliarden Pfund zahlen die Käufer für den Flughafen. Damit hat sich der Verkauf für die bisherigen Eigner mehr als gelohnt. Vor rund zehn Jahren hatten sie den London City Airport für 750 Millionen Pfund erworben. Seither sind die Passagierzahlen am vor allem bei Geschäftsleuten beliebten Flughafen immer weiter gestiegen. Fertigte er 2010 noch 2,8 Millionen Passagiere ab, waren es 2015 schon 4,3.

Hürden warten auf die Käufer

Ganz so geschmeidig wie für die bisherigen Eigner, dürfte es für die Käufer nicht mehr laufen. Der Grund: Steigende Passagierzahlen erfordern irgendwann auch eine Vergrößerung des Airports. Und der Flughafen bei Londons Finanzzentrum lässt sich nicht unendlich ausbauen. Im Februar erhielt der London City Airport zwar die Erlaubnis zu einer Erweiterung, um 2023 6 Millionen Passagiere pro Jahr aufnehmen zu können. Doch Londons Bürgermeister Boris Johnson bekämpft diesen Entscheid gerichtlich.

Willie Walsh, Chef der British-Airways-Eignerin International Airlines Group, befürchtet außerdem, dass die Gebühren in London City nach dem Kauf drastisch steigen dürften. Zwei Milliarden Pfund entsprächen dem 44-fachen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen des Flughafens. «Wir sehen nicht, wie ein Käufer das Geld wieder einspielen oder eine Rendite erzielen kann, ohne dass er die Gebühren massiv erhöht», so Walsh kürzlich.

Mit Abzug aus London City gedroht

Sollte es dazu kommen, so droht Walsh mit dem Abzug aus London City. «Wir werden dann nicht so dort bleiben, wie wir es heute sind», so Walsh. Man werde Flieger aus London City abziehen. British Airways ist heute mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent die größte Fluggesellschaft in London City. Am Flughafen sind zehn Fluggesellschaften aktiv, darunter British Airways, City Jet, Lufthansa, Skywork und Swiss.

Mehr zum Thema

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

Airport London-Heathrow: Am 28. August 2023 fielen in ganz England zahlreiche Flüge aus.

Passwort-Panne verzögerte Hilfe bei britischem Luftfahrt-Chaos

Beschädigte Ryanair-Tragfläche: Der Mitarbeiter war überfordert.

Wenn genervt sein zur Gefahr wird

Brand am Airbus A320 von British Airways: Niemand wurde verletzt.

Airbus A320 und Boeing 777 entgehen knapp Bränden

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin