Airbus A340 von Kuwait Airways: Bereits 19 Jahre alt.

Kuwait Airways kauft A350

Die kriselnde Fluggesellschaft muss ihre überalterte und deshalb teure Flotte erneuern. Das tut sie mit einem Großeinkauf bei Airbus.

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Das muss man erst schaffen. In den letzten 22 Jahren schrieb Kuwait Airways nur ein einziges Mal schwarze Zahlen. Auch 2012 resultierte unter dem Strich wieder ein kräftiges Minus. Mehr als 80 Millionen kuwaitische Dinar (rund 217 Millionen Euro/270 Millionen Franken) betrug der Verlust dieses Mal. Und so türmen sich die Schulden der staatlichen Fluggesellschaft immer höher auf. Schuld an der katastrophalen Situation ist der erste Golfkrieg. Damals wurde ein großer Teil der Flotte durch die irakischen Invasionstruppen von Saddam Hussein zerstört. Danach fehlte es an Einnahmen, um in neue Flugzeuge zu investieren. Heute betreibt Kuwait Airways deshalb eine Flotte von fünf Airbus A300-600, drei A310-300, drei A320, vier A340-300 und zwei Boeing B777-200ER. Ihr Alter liegt bei rund 20 Jahren. Und so ist der Unterhalt teuer, häufig kommt es zu Ausfällen.

Nun aber will der Staat als Alleineigentümer der Fluggesellschaft das Problem anpacken. Er bestellt für sie 25 neue Jets bei Airbus, wie die Zeitung Al Watan und die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf interne Quellen berichten. Demnach bekommt Kuwait Airways zehn fabrikneue A350-900 und 15 A320Neo. Der Auftrag hat nach Listenpreisen einen Wert von rund 4,4 Milliarden Dollar. Die Flieger stoßen ab 2019 zur Flotte.

Zusätzlich geleaste Flieger

Um noch schneller neuere Jets zu bekommen und kostengünstiger operieren zu können, handelte Kuwait Airways mit Airbus zusätzlich einen Leasing-Deal aus. Die Fluglinie bekommt ab Juni 13 Flugzeuge zur Miete. Im Gegenzug wird sie bis Ende des Jahres die A300, A310 und A320 aus dem Verkehr ziehen.

Der Großeinkauf ist Teil des Privatisierungsplanes der Regierung. In den nächsten drei Jahren sollen 35 Prozent der Anteile an einen Investor verkauft werden. Damit der zugreift, muss die Braut vorher herausgeputzt werden. Die Angestellten erhalten fünf Prozent der Aktien, die Bürger von Kuwait 40 Prozent. 20 Prozent bleiben beim Staat.

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