Flieger der Air Baltic: Die Airline hat eine ungewisse Zukunft

Krimi um Air Baltic

Der Chef der lettischen Airline redet von politischem Komplott. Die Regierung wirft ihm Missmanagement und Korruption vor.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Bertolt Flick hat Angst. Er ist zwar Chef der Air Baltic. Die Pressekonferenz hielt er am Freitag lieber in Berlin statt in Riga ab. Er sei Opfer einer Kampagne, «die die Anwendung von Gewalt und mafiaähnlicher Methoden nahe legt». Der deutsche Geschäftsmann, der seit Mitte der Neunzigerjahre in Lettland lebt, sieht sich als Opfer eines Komplotts gegen ihn. In den Medien werden Korruptionsvorwürfe laut. Selbst Ministerpräsident Valdis Dombrovskis sprach kürzlich öffentlich von Intransparanz bei Air Baltic. Und Wirtschaftsminister Artis Kampas schreib dieser Tage in seinem Blog, dass Air Baltic habe Jahresbeginn «mit einem Verlust von 18 Millionen Lats gearbeitet und diese konnten nicht durch objektive äussere Bedingungen (wie ein Vulkanausbruch, ein unerwarteter Anstieg der Treibstoffpreise, etc.) erklärt werden», wie die «Berliner Umschau» berichtet. Kurz darauf rief er zur «aggressiven Absetzung und Auswechslung der Unternehmensführung» auf.

Flick kündigte nun von Berlin aus rechtliche Schritte gegen die lettische Regierung und Kampars an. Er glaubt, dass die Regierung ihre Anteile an der Fluggesellschaft von rund 53 Prozent vor den Wahlen im Herbst verkaufen wolle. Flick besitzt die restlichen 47 Prozent und wäre dabei störend. Die Regierung wolle wohl Leute mit einem Verkauf belohnen, die sich am Wahlkampf beteiligten. Immer wieder war aber auch über einen Verkauf an russische oder chinesische Investoren spekuliert worden. Flick selbst sagt, er wäre bereit die Mehrheit zu übernehmen.

Konzentration aufs Baltikum

Die Air Baltic entstand 1995. Sie betreibt heute ab Riga eine Flotte von 36 Flugzeugen (Boeing 757-200, B737-300 und B737-500, Bombardier Dash 8Q-400 und Fokker 50). Die Letten fliegen vor allem Destinationen innerhalb des Baltikums und Skandinaviens an, bedienen aber auch einige Zeile in Europa und in der ehemaligen Sowjetunion. Seit 1999 sind Flick und der Staat die einzigen Anteilseigner.

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack