ATR72-600 von Liat: Im Schnitt sind die Flieger der Airline nur etwas älter als vier Jahre.

Insel-VerkehrKaribikairline Liat braucht Geld

Die Regionalfluglinie verbindet Inseln der Karibik. Den besten Ruf genießt sie nicht. Auch finanziell liegt bei Liat einiges im Argen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

«Sprechen Sie mit jemandem über seine Erfahrungen mit Liat und das Gespräch beginnt meist mit einem Seufzer. Es ist in der Regel ein Seufzer der Frustration, Enttäuschung und Resignation in einem.» Mit diesen harten Worten kommentiert die Zeitung The Daily Observer aus Antigua und Barbuda die aktuelle Debatte um die Regionalairline, die zwischen den Karibikinseln fliegt.

Bei der klammen Fluglinie, die früher Leeward Islands Air Transport hieß, habe sich über Jahre kaum etwas verändert und dennoch gebe es keine wirkliche Alternative zu ihr, so das Blatt. Zuvor hatte der Premierminister von Grenada, Keith Claudius Mitchell, beim Jahrestreffen der Caribbean Development Bank Ende Mai angemahnt: «Die größte Fluggesellschaft der Region muss als effizientes und nachhaltiges Unternehmen agieren.»

Fusion mit Caribbean Airlines?

Mitchells Amtskollege aus Antigua und Barbuda forderte die Regierungen der Region auf, der Airline finanziell zu helfen. «Liat braucht frisches Geld, um den Bedarf an Betriebskapital zu decken und neues Equipment und neue Vermögenswerte zu bekommen», sagte Gaston Browne laut dem Nachrichtenportal Loop. Ein verlässlicher Transport sei essenziell für die Wirtschaft. Browne schlug auch eine engere Kooperation oder gar Fusion von Liat mit Caribbean Airlines vor. Zudem sprach er sich für eine Reduzierung oder Abschaffung von Flughafengebühren aus, um die Kosten für Reisen zwischen den Inseln zu senken.

Elf Regierungen aus der Region gehören zu den Gesellschaftern von Liat – Barbados, Antigua und Barbuda sowie St. Vincent und die Grenadinen zu den größten. Die Flotte der Fluggesellschaft besteht aus fünf ATR72-600 und fünf ATR42-600. Zurzeit fliegt sie 14 Flughäfen an, alle auf Inseln gelegen, abgesehen von Guyana auf dem südamerikanischen Festland. Ihr Hauptquartier hat die Airline auf Antigua. Die Passagierzahlen von Liat gehen sei dem Jahr 2010 stetig zurück.

Chefin bittet um Vertrauen

Auch Julie Reifer-Jones, seit August 2017 Chefin von Liat, meldete sich zwei Mal zu Wort. Ende Mai bat sie Reisende um Vertrauen. Sie sagte, man habe in den vergangenen Monaten weniger verspätete Flüge gehabt und weniger Beschwerden über fehlendes Gepäck. Zudem installiere man ein neues Gepäcksystem.

Auch beim Service habe sich etwas getan. «Wir haben Schulungen durchgeführt und hoffen, dass Sie schon eine Verbesserung im Kundenservice von Liat gesehen haben», so Reifer-Jones laut Loop. Die Gesellschafter forderte die Airline-Chefin auf, in moderne Technologie zu investieren. Mitte Juni sprach sie sich außerdem dafür aus, Transitgebühren an den Flughäfen abzuschaffen.

Mehr zum Thema

St Lucia Blick von Anse Chastenet auf Grand und Petit Piton

Saint Lucia: Runter vom Strand!

Air-France-Flug in die Karibik endet in kanadischer Kälte

Air-France-Flug in die Karibik endet in kanadischer Kälte

Barbados ist ein beliebtes Reiseziel in der Karibik.

Barbados – ein karibisches Juwel und Geburtsort des Rums

Holland America Line präsentiert die Fly and Cruise Aktion

Holland America Line präsentiert die Fly and Cruise Aktion

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack