ATR72-600 von Liat: Im Schnitt sind die Flieger der Airline nur etwas älter als vier Jahre.

Insel-VerkehrKaribikairline Liat braucht Geld

Die Regionalfluglinie verbindet Inseln der Karibik. Den besten Ruf genießt sie nicht. Auch finanziell liegt bei Liat einiges im Argen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Sprechen Sie mit jemandem über seine Erfahrungen mit Liat und das Gespräch beginnt meist mit einem Seufzer. Es ist in der Regel ein Seufzer der Frustration, Enttäuschung und Resignation in einem.» Mit diesen harten Worten kommentiert die Zeitung The Daily Observer aus Antigua und Barbuda die aktuelle Debatte um die Regionalairline, die zwischen den Karibikinseln fliegt.

Bei der klammen Fluglinie, die früher Leeward Islands Air Transport hieß, habe sich über Jahre kaum etwas verändert und dennoch gebe es keine wirkliche Alternative zu ihr, so das Blatt. Zuvor hatte der Premierminister von Grenada, Keith Claudius Mitchell, beim Jahrestreffen der Caribbean Development Bank Ende Mai angemahnt: «Die größte Fluggesellschaft der Region muss als effizientes und nachhaltiges Unternehmen agieren.»

Fusion mit Caribbean Airlines?

Mitchells Amtskollege aus Antigua und Barbuda forderte die Regierungen der Region auf, der Airline finanziell zu helfen. «Liat braucht frisches Geld, um den Bedarf an Betriebskapital zu decken und neues Equipment und neue Vermögenswerte zu bekommen», sagte Gaston Browne laut dem Nachrichtenportal Loop. Ein verlässlicher Transport sei essenziell für die Wirtschaft. Browne schlug auch eine engere Kooperation oder gar Fusion von Liat mit Caribbean Airlines vor. Zudem sprach er sich für eine Reduzierung oder Abschaffung von Flughafengebühren aus, um die Kosten für Reisen zwischen den Inseln zu senken.

Elf Regierungen aus der Region gehören zu den Gesellschaftern von Liat – Barbados, Antigua und Barbuda sowie St. Vincent und die Grenadinen zu den größten. Die Flotte der Fluggesellschaft besteht aus fünf ATR72-600 und fünf ATR42-600. Zurzeit fliegt sie 14 Flughäfen an, alle auf Inseln gelegen, abgesehen von Guyana auf dem südamerikanischen Festland. Ihr Hauptquartier hat die Airline auf Antigua. Die Passagierzahlen von Liat gehen sei dem Jahr 2010 stetig zurück.

Chefin bittet um Vertrauen

Auch Julie Reifer-Jones, seit August 2017 Chefin von Liat, meldete sich zwei Mal zu Wort. Ende Mai bat sie Reisende um Vertrauen. Sie sagte, man habe in den vergangenen Monaten weniger verspätete Flüge gehabt und weniger Beschwerden über fehlendes Gepäck. Zudem installiere man ein neues Gepäcksystem.

Auch beim Service habe sich etwas getan. «Wir haben Schulungen durchgeführt und hoffen, dass Sie schon eine Verbesserung im Kundenservice von Liat gesehen haben», so Reifer-Jones laut Loop. Die Gesellschafter forderte die Airline-Chefin auf, in moderne Technologie zu investieren. Mitte Juni sprach sie sich außerdem dafür aus, Transitgebühren an den Flughäfen abzuschaffen.

Mehr zum Thema

St Lucia Blick von Anse Chastenet auf Grand und Petit Piton

Saint Lucia: Runter vom Strand!

Air-France-Flug in die Karibik endet in kanadischer Kälte

Air-France-Flug in die Karibik endet in kanadischer Kälte

Barbados ist ein beliebtes Reiseziel in der Karibik.

Barbados – ein karibisches Juwel und Geburtsort des Rums

Holland America Line präsentiert die Fly and Cruise Aktion

Holland America Line präsentiert die Fly and Cruise Aktion

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier