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Kurzsschluss

Kraftwerk-Kabel legte Hamburger Airport lahm

Nach einem Stromausfall stellte der Flughafen Hamburg am Sonntag den Betrieb ein. Nun erklärt der Airport, wie es zu der Panne kam - und verweist auf europäische Richtlinien.

Hamburg Airport/Michael Penner

Luftaufnahme des Hamburger Flughafens: Der Airport verfügt über zwei unabhängig voneinander betriebene Stromsysteme.

Der Auslöser des Stromausfalls am Hamburger Flughafen ist gefunden: Schuld war eine schadhafte Isolierung an einem Kupferkabel. Das teilte der Airport am Montag mit . Er schrieb: «Dieser Schaden führte zu einem heftigen Kurzschluss, der zahlreiche benachbarte Kabel einbezogen hat.» Entstanden sei der Kurzschluss in der Stromversorgung des Blockheizkraftwerks des Flughafens. Ab Sonntag (3. Juni) um 10 Uhr stellte der Airport den Betrieb für den ganzen Tag ein und startete ihn erst wieder um 6 Uhr am Montag.

Der Flughafen erläuterte, die europäische Luftfahrtbehörde Easa schreibe zwei unabhängig voneinander betriebene Stromsysteme für die Flugbetriebsflächen vor. Mit dem öffentlichen Netz und dem eigenen Blockheizkraftwerk verfüge man über diese zwei Systeme. «Innerhalb unseres eigenen Kraftwerkes gibt es mehr Generatoren als gefordert und somit eine Backup-Lösung», so Flughafenchef Michael Eggenschwiler. «Der Kurzschluss traf jedoch mitten ins Herz des Blockheizkraftwerkes, so dass dieses komplett ausgefallen ist und nur noch ein System für das Pistensystem zur Verfügung stand.»

42 Kabel ausgetauscht

Nachdem die Techniker des Flughafens die Ursache des Kurzschlusses gefunden hatten, tauschten sie gemäß den Angaben 42 Kabel auf 540 Metern Länge aus. Dadurch habe das Blockheizkraftwerk am Montagmorgen ab 3 Uhr wieder stabil zur Verfügung gestanden.



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