Flieger von Gulf Air: Die Airline schaut nach vorne.

BahrainGulf Air wird umgekrempelt

Die Nationalairline von Bahrain schrieb jahrelang rote Zahlen. Obwohl Gulf Air nun erstmals ein Gewinn winkt, soll der neue Chef aus Kroatien den Umbau fortsetzen.

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Die Einschnitte waren alles andere als oberflächlich. In den letzten vier Jahren hat Gulf Air die Zahl der Mitarbeiter von rund 5000 auf rund 2800 abgebaut. Das war auch nötig. Die Nationalairline von Bahrain schrieb zuvor Jahr für Jahr rote Zahlen.

Der Verlust wurde seit Beginn der Restrukturierung immerhin um 88 Prozent auf zuletzt noch 24,1 Millionen Bahrain-Dinar oder umgerechnet 54 Millionen Euro verringert. Im Geschäftsjahr 2016 - dessen Zahlen noch nicht offiziell vorliegen - soll erstmals wieder ein positives Resultat zu Buche gestanden haben, wie Aufsichtsratspräsident Zayed bin Rashid Al Zayani gemäß der Zeitung Alwatan kürzlich verriet. Trotzdem will er jetzt nicht zum Alltag übergehen.

Veränderungen auf allen Ebenen

Al Zayani kündigte eine Fortsetzung des Umbaus von Gulf Air an. Noch vor Ende des Jahres werde man zusammen mit dem Management eine neue Strategie verabschieden, so der oberste Mann der Fluggesellschaft. Dabei werde niemand verschont. Alle müssten sich auf Veränderungen einstellen, auch die Kader, betonte Al Zayani. Mehr verriet er aber noch nicht.

Die Umsetzung der Pläne obliegt dann Kresimir Kucko. Der Kroate hatte zuvor Croatia Airlines geleitet, seit dem 12. November zeichnet er für Gulf Air verantwortlich. Die Fluglinie betreibt eine Flotte von 16 Airbus A320, sechs A321 und sechs A330.

Erneuerung der Flotte

Der Flugzeugpark wird in den kommenden Jahren erneuert. Kommendes Frühjahr erhält Gulf Air die erste von insgesamt zehn Boeing 787-9. Die Dreamliner werden nach und nach bis Ende 2020 an die Bahraini ausgeliefert. Die Kurzstreckenflotte wird mit 17 Airbus A321 Neo und 12 A320 Neo modernisiert.

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