Mysteriöse Weiße Kugel: Eines der Wanderziele.

Wanderchallenge von SkyguideWandern zu den geheimnisvollen Anlagen der Schweizer Flugsicherung

Flugsicherung findet nicht nur in Kontrolltürmen statt. Skyguide betreibt technische Anlagen auf Bergen und Hügeln in der ganzen Schweiz. Eine neue Wanderchallenge führt zu vier dieser Orte – und verrät erst am Ziel, wozu sie eigentlich dienen. Kennen Sie auch solche spannende, versteckte Orte für Luftfahrtbegeisterte?

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Wer an die Schweizer Flugsicherung denkt, dürfte zuerst die Kontrolltürme an den Flughäfen Zürich und Genf vor Augen haben. Dort sitzen die Fluglotsinnen und Fluglotsen, dort ist Skyguide sichtbar. Doch ein Teil der Infrastruktur, die für den Flugverkehr wichtig ist, steht weit entfernt von Flughäfen – auf Bergen, Hügeln und an Orten, an denen man eher an Wanderschuhe denkt als an Flugzeuge.

Genau diese weitgehend unbekannte Seite der Flugsicherung will Skyguide jetzt zeigen. Mit einer Hiking Challenge macht das Unternehmen vier seiner technischen Standorte zu Wanderzielen. Sie liegen im Engadin, im Luzerner Hinterland, auf dem Hähenzug Lägern zwischen Zürich und Aargau sowie im Tessin. Wer sich auf den Weg macht, erfährt allerdings erst am Ziel, was die jeweilige Anlage eigentlich macht.

Erst vor Ort erfahren Wandernde die Lösungen

Denn Skyguide verrät bewusst nicht vorab, was Wanderinnen und Wanderer dort entdecken. An jedem Standort befindet sich ein QR-Code, über den sie Informationen zur Anlage und zu deren Bedeutung für den sicheren Flugverkehr erhalten.

Besonders spektakulär ist eines der Ziele schon aufgrund seiner Lage: die Bergstation der Corvatsch-Bahn im Engadin. Skyguide betreibt dort auf 3003 Meter über Meer eine Anlage, die für den Flugverkehr eine wichtige Rolle spielt. Welche genau, sollen die Teilnehmenden erst vor Ort erfahren.

Durch Wälder und Felder zum Funkfeuer auf 3000 Metern

Drei Varianten führen dorthin. Ausgangspunkte sind St. Moritz und Silvaplana, zudem gibt es eine einfachere Variante mit der Corvatsch-Bahn. Ganz bis nach oben müssen die Teilnehmenden dabei nicht wandern. Weil der vollständige Aufstieg für viele zu anspruchsvoll wäre, führen die vorgeschlagenen Routen bis zur Mittelstation Murtèl. Den restlichen Weg können sie mit der Bergbahn zurücklegen.

Corvatsch: Der wohl alpinste Punkt der Wanderchallenge.

Deutlich weniger alpin ist ein zweites Ziel. In Willisau im Kanton Luzern betreibt Skyguide ein sogenanntes VOR, ein Funkfeuer, das Flugzeugen als Orientierungspunkt bei der Navigation dient. Auch dorthin führen drei unterschiedliche Touren, die in Willisau, Nebikon und Wolhusen beginnen. Statt schmaler Bergwege geht es durch Wälder und Felder sowie entlang von Bächen durch das Luzerner Hinterland.

Mysteriöse weiße Kugel auf der Lägern

Beim dritten Ziel dürfte sich dagegen mancher schon einmal gefragt haben, was dort eigentlich steht. Auf der Lägern befindet sich eine weithin sichtbare weiße Kugel. Was sich darin verbirgt und weshalb die Anlage für die Flugsicherung wichtig ist, will Skyguide ebenfalls erst am Ziel verraten.

Die Wanderungen dorthin starten je nach gewählter Variante in Dielsdorf, Baden oder Zürich. Sie führen durch Wälder und Rebberge sowie teilweise über Gratwege. Der östlichste Ausläufer des Juras bietet dabei Ausblicke bis zu den Alpen.

Auch Wanderungen im Tessin

Das vierte Ziel liegt noch einmal deutlich weiter südlich. Auf den Monte Lema im Tessin führen die Routen zunächst durch Kastanien- und Buchenwälder. Weiter oben öffnet sich der Blick auf den Luganersee, den Lago Maggiore und die Alpen. Bei den schwierigeren Varianten kommen schmale Grate und ausgesetzte Abschnitte hinzu. Auch dort wartet am Ende eine technische Anlage von Skyguide.

Damit die Entdeckungstour nicht nur etwas für erfahrene Berggängerinnen und Berggänger ist, hat Skyguide für jeden der vier Standorte drei Routen zusammengestellt. Welche davon geeignet ist, hängt von Kondition und Erfahrung sowie Wetter und Wegverhältnissen ab.

Wer gewinnt, darf in den Kontrollturm in Zürich oder Genf

Die Ausgangspunkte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Zudem stellt Skyguide die Strecken als GPX-Dateien zur Verfügung, sodass sie sich auf Smartphones oder GPS-Geräte übertragen lassen. Und die Flugsicherung verbindet das Wandern mit einem kleinen Wettbewerb. Wer einen der Standorte erreicht, dort ein Foto macht und es für die Challenge einreicht, nimmt an einer Verlosung teil.

Zu gewinnen gibt es dabei passend zum Thema einen Blick auf die wesentlich bekanntere Seite der Schweizer Flugsicherung: Unter den Preisen sind exklusive Besuche der Kontrolltürme an den Flughäfen Zürich und Genf. Zeit für die Suche nach der versteckten Infrastruktur bleibt bis Ende Oktober. Damit führt die ungewöhnliche Tour durch die Schweizer Flugsicherung nicht nur über vier ziemlich unterschiedliche Landschaften. Sie zeigt auch, dass die Infrastruktur, die Flugzeuge sicher durch den Schweizer Luftraum bringen soll, längst nicht nur dort steht, wo Flugzeuge starten und landen.

Sie als Luftfahrtbegeisterte wissen sicherlich bei den meisten Zielen, was es damit auf sich hat. Vielleicht haben Sie auch noch andere spannende Wandertipps für Luftfahrtfans? Diskutieren Sie in den Kommentaren darüber oder schreiben Sie uns eine E-Mail an redaktion@aerotelegraph.com mit dem Betreff «Wandertipps».

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