Lufthansa-Jet am Flughafen München: Sehr hoher Marktanteil.

Hohe MarktanteileLufthansas Macht in Frankfurt und München

Lufthansa muss für die Hilfe vom Staat Slots an Drehkreuzen abgeben. Ein Blick auf die Marktanteile der Konkurrenten zeigt, warum.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Am Ende fand sich ein Kompromiss: Damit die EU-Kommission grünes Licht für das deutsche Rettungspaket für Lufthansa gibt, stimmte der Luftfahrtkonzern zu, in Frankfurt und München je bis zu 24 Slots pro Tag an je einen Konkurrenten abzugeben. Das sind mehr Zeitfenster für Starts und Landungen, als er ursprünglich zugestehen wollte, aber weniger als Brüssel zu Anfang forderte.

Dennoch kam die Frage auf, ob Lufthansa fair behandelt wird, gerade im Vergleich zu Air France-KLM. Die Hilfen für den französisch-niederländischen Konzern waren ohne Auflagen genehmigt worden. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte, er erhalte nur Kredite und Garantien, bei Lufthansa steige der deutsche Staat auch mit Eigenkapital ein. Allerdings hielt Frankreich schon vor der Corona-Krise 14,3 Prozent an Air France-KLM, weitere 14 Prozent gehören dem niederländischen Staat.

Lufthansa erreicht Spitzenwerte

Spannend ist daher, sich die Marktmacht der Luftfahrtunternehmen an ihren Drehkreuzen anzuschauen. Berechnungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR, über die zuerst die Zeitung Rheinische Post berichtete, zeigen: Lufthansa und ihre Töchter Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels hatten im Jahr 2019 in Frankfurt einen Anteil von fast 66,4 Prozent aller Frequenzen. In München waren es sogar 67,8 Prozent.

In Amsterdam Schiphol kamen Air France und KLM zusammen auf 53,5 Prozent, am Flughafen Paris Charles de Gaulle auf 52 Prozent. Hier fehlen zwar noch die Frequenzen der Billigtochter Transavia, aber diese Differenz macht nicht so viel aus, als dass sich an der Betrachtung viel ändern würde. Auf die Werte der Lufthansa-Gruppe aus Frankfurt und München kommt Air France-KLM nicht.

IAG in Heathrow und Madrid schwächer

Ähnlich sieht es bei IAG aus. In London-Heathrow erreicht der britisch-spanische Konzern mit seinen Fluglinien British Airways, Iberia und Vueling einen Anteil von 51,7 Prozent der Frequenzen, in Madrid 48,8 Prozent. Hier fehlt in den DLR-Zahlen mit Aer Lingus eine weitere Airline, aber auch mit deren Frequenzen wird IAG nicht zu Lufthansas Werten aufschließen.

Mehr zum Thema

Vereinigung Cockpit fordert Gespräche mit Führung von Lufthansa

Vereinigung Cockpit fordert Gespräche mit Führung von Lufthansa

Staaten reden mit: Das ist keine Seltenheit.

Airlines, bei denen der Staat mitmischt

EU-Flagge auf Lufthansa-Flieger: Einigung mit Brüssel.

Lufthansa gibt an Drehkreuzen je Slots für vier Jets ab

lufthansa airbus a321 200 de

Wer bei Lufthansa eine Teilstrecke auslässt, muss jetzt ganz genau erklären, warum

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack